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Zum Jahreswechsel im hohen Norden vom 28. Dezember 2021 bis zum 2. Januar 2022

Silvesteridylle in Ostfriesland

Gunda Würdemann-Ihnen, Reisebegleitung
01.03.2022
Unter dem Motto "Silvesteridylle" in Ostfriesland besuchten wir die ostfriesische Halbinsel zwischen Emden und Wilhelmshaven mit einem Abstecher ins Emsland, nämlich nach Papenburg. Ostfriesland ist eine Region im äußersten Nordwesten Deutschlands. Sie besteht aus den Landkreisen Aurich, Wittmund und Leer sowie der kreisfreien Stadt Emden. Neben dem Festland gehören auch die ostfriesischen Inseln Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Frische Luft, ein weiter Horizont auf Watt und Meer, grüne Wiesen und endlos lange Deiche, alte Kirchen, Fehnkanäle und historische Windmühlen bieten ein ganz besonderes Flair in Ostfriesland. Weit weg von Großstädten, dafür frische Luft, ein Refugium für alle Gäste, die "platte" Landschaften und die Entspannung in dieser Region lieben. 

1. Tag, Dienstag, 28.12.2021

In dem wunderschönen "Hotel am Schloss" in Aurich begrüßte ich ab dem frühen Nachmittag die individuell angereisten Gäste. Später kam noch ein Bus und brachte mit unserem örtlichen Reiseleiter "Peter Bröse" die Gäste vom Oldenburger Hauptbahnhof ins Hotel. Alle dreißig Gäste hatten schon mehrere Stunden Anreise hinter sich und freuten sich zunächst auf ihre Zimmer. Viel Zeit hatten sie nicht, denn um 18.30 Uhr wurden sie schon wieder zum Abendessen im 360 Grad Speisezimmer erwartet.

Vor dem Essen begrüßte ich noch einmal alle Gäste im Namen von Hanseat Reisen. Danach folgte die spannende Präsentation der Ausflüge für die nächsten Tage von Peter Bröse.

Nach dem Abendessen verschwanden alle recht schnell auf ihre Zimmer. Wir waren in dem neuen Haus des Hotels, in der "Residenz", untergebracht. Ein wunderschönes Haus mit allem Komfort, indem wir so ziemlich die ersten Gäste waren. Gute Nacht!

2. Tag, Mittwoch, 29.12.2021

Moin, so begrüßt man sich in Ostfriesland!

Moin ist ein Grußwort, das in Ostfriesland zu jeder Tages-und Nachtzeit verwendet wird.Die Ähnlichkeit zum Plattdeutschen Wort moi (gut/schön) lässt sich nicht verleugnen. Daher wird davon ausgegangen, dass aus dem Ausspruch "Moi'n Dag (Plattdeutsch für schönen Tag) die Kurzform "Moin" wurde. Mit "Moin" begrüßte uns heute auch unser Reiseleiter Peter.

Unser Ausflug führte uns heute über Jever nach Wilhelmshaven. Die Busbereitstellung für die gesamte Reise mit dem stets freundlichen Busfahrer "Thomas" war für alle Abfahrten immer pünktlich. Unser örtliche Reiseleiter "Peter" referierte täglich über interessante Themen. Es sollte uns im Bus nie langweilig werden. Ich, als Ostfriesin aus Aurich, freute mich, sie in Ostfriesland zu begleiten.

Wir erreichten Jever, vorbei an den alten Wallgräben, kurz darauf nicht zu übersehen, die imposanten Brauereitürme und schon gelangten wir auch schon zu unserem Parkplatz. Mit dem prächtigen Schloss bot uns das Städtchen einige Facetten. Auf erhöhtem Geestrücken gelegen, war Jever sturmflutsicher und schon vor 2.000 Jahren besiedelt. Ab dem 12 Jahrhundert entwickelte sich Jever zu einem blühenden Handelsort. Die friesische Freiheit endete mit dem 14. Jahrhundert. Der Häuptling Edo Wiemken konnte drei Häuptlingsgebiete unter sich vereinigen. Er behauptete sich erfolgreich gegen den rivalisierenden Cirksena Clan. Ein Glockenspiel am Schlossplatz erinnert an die die fünf großen Herrscher Jevers von Edo Wiemken bis Katharina der Großen.

Die letzte Regentin war das ehelose "Fräulein Maria von Jever" im 16. Jahrhundert. Danach fiel es an Oldenburg, Russland, Holland, Frankfurt, Russland und dann wieder an Oldenburg zurück. An Gedenken des Fräuleins "Maria" steht in der Stadt Jever zur Erinnerung ihre Statue.

Nachdem wir auf dem alten Markt den Sagenbrunnen mit den verschiedenen Bronzefiguren besichtigten und die eigenen Geschichten zu den jeweiligen Figuren gehört hatten, ging es zurück zum Bus.

In Wilhelmshaven stieg die örtliche Reiseleiterin „Frau Voß" zu uns in den Bus. Sie präsentierte „ihre Stadt" Wilhelmshaven sehr anschaulich. Sie berichtete, dass Wilhelmshaven eine 150 Jahre junge Stadt ist und als Marinehafen und Stützpunkt im 19. Jahrhundert auf dem Reißbrett entworfen wurde. Damals kaufte Preußen dem Oldenburger Großherzogtum das Land für die verlockende Summe von 500.000 Talern ab. Von Kaiser Wilhelm I. erhielt der so wichtige Hafen seinen Namen. Mit dem modernen Jade-Weser-Port als tideunabhängiger Mega Port mit 18 m Tiefe öffnet sich der Hafen für Containerschiffe.

Fräulein Maria von Jever und Kaiser Wilhelm 

Nordseewasser umgibt im Süden und Osten Wilhelmshaven und wir spazierten auf dem einzigen Südstrand an der deutschen Nordseeküste. Dort warten auch das Marinemuseum, das Wattenmeer-Besucherzentrum oder das Aquarium auf Besucher.

Leider war das Wetter sehr ungemütlich. Deswegen entschlossen wir uns, die freie Zeit am Südstrand etwas zu kürzen und dafür das Fischerdörfchen Carolinensiel anzufahren. Wir fuhren durch ländliche Regionen und eine Vielzahl von kleinen Dörfer bis wir nach Carolinensiel, unser nächstes Ausflugsziel gelangten. 1987 wurde der idyllische Museumshafen eröffnet. Schon 1983 fand die Entwicklung ihren Höhepunkt, denn Carolinensiel durfte sich Nordseebad nennen. Erst 2021 erfolgte die Prädikatisierung als Nordseeheilbad. Alle waren begeistert von dem hübsch, gestalteten Museumshafen.

Carolinensiel

3. Tag, Donnerstag, 30. 12.2021

Heute starteten wir nach einem reichhaltigen Frühstück mit einer Schifffahrt in den Tag. Mit unserem Reiseleiter ging es mit dem Bus nach Bensersiel zum Fährhafen. Von dort begonnen wir mit der Überfahrt nach Langeoog. Dort angekommen, stand für uns eine bunte Bimmelbahn zur Fahrt in den Ortskern bereit. Langeoog liegt mitten im Wattenmeer, herrliche Sandstrände und wilde Dünenlandschaften zeichnen die Insel aus. Langeoog ist eine autofreie Insel. Deswegen wirkt sie ruhig und lädt zum Entspannen ein. Im Ort findet man viele Restaurants und Cafés zum Verweilen. Für uns an dem Tag besonders wichtig, denn es regnete und stürmte und jeder war froh ein geeignetes Plätzchen gefunden zu haben. Nachmittags ging es mit dem Schiff zurück ans Festland und mit dem Bus zurück ins Hotel.

Inselbahn Langeoog

Eine Kurzeinführung in die ostfriesische Teezeremonie von Peter Bröse:

Die Ostfriesen sind ein sehr gastfreundliches Volk. Das Volk liebt die Geselligkeit und das Gespräch, auch wenn man ihnen etwas anderes nachsagt. Zarte Teetassen mit der unverkennbaren "ostfriesischen Rose", Sahnekännchen, ein "Kluntjepott" mit "Kluntjezange" und das Stövchen mit der dickbäuchigen Kanne zieren die liebevoll gedeckte ostfriesische Teetafel, wann immer Besuch ins Haus steht. Der Tee wird nicht getrunken, weil man den Durst damit löschen möchte, sondern um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen. Die Zuckerzange gehörte zur Aussteuer ostfriesischer Mädchen oder man erhielt sie schon zur Konfirmation. Die Handhabung ist einigermaßen umständlich. Erst wenn alle Tassen mit einem "Kluntje" bestückt sind, wird der Tee, der mindestens fünf Minuten gezogen haben muss, vorsichtig eingegossen. Das Knacken des Kandis zeigt an, dass der Tee heiß genug ist. Die Tasse darf allenfalls halb voll gegossen werden, damit noch eine Spitze des Kluntjes aus dem tiefen Braun herausragt. Die Sahne langsam am Innenrand der Tasse in den Tee laufen lassen. Um diesen "Gipfel" herum legt der ostfriesische Teekenner mit dem "Rohmlepel" (Sahnelöffel) behutsam eine dicke Sahnewolke, die sich langsam vom Kluntje zum Tassenrand ausbreitet und versinkt. In diesem Moment sollte man eine Weile innehalten und dem Geschehen in der Tasse seine ganze Aufmerksamkeit schenken. Halt! Den Griff zum Teelöffel, der auf der Untertasse scheinbar zum Umrühren parat liegt, soll man sich sparen, denn Tee trinkt der Ostfriese weder geschüttelt noch gerührt. Der echte Genuss einer Tasse Tee erschließt Ihnen gewissermaßen alle unterschiedlichen Facetten des Lebens. Sanft, bitter und im Abgang zuckersüß. Drei Mal darf sich dieses Procedere wiederholen. Dann kommt endlich auch der unberührte Teelöffel zum Einsatz. Indem dieser schlicht in die Tasse hineingelegt wird, weist man wortlos darauf hin, dass gemäß dem Sprichwort:"Dree is oostfresen Recht" keine weitere Tasse mehr gewünscht wird. Beherzigen Sie diese kurze Einweisung in die Ostfriesische Teezeremonie und Ihnen wird stille Anerkennung der Gastgeber sicher sein.

Alles für eine typisch ostfriesische Teezeit

4. Tag, Silvester, Freitag 31.12.2021

Die  Meyer-Werft in Papenburg stand heute auf dem Programm. Papenburg ist die nördlichste Stadt im Emsland und grenzt somit direkt an Ostfriesland. Die Meyer-Werft ist eine der größten Werften weltweit. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1795 zurück. Der Gründer war Rolf Meyer. Der traditionsreiche Familienbetrieb ist in siebter Generation und zieht jährlich über 250.000 Besucher an. Schon alleine wegen der Traumschiffe, die auf den Weltmeeren unterwegs sind. Daneben beschäftigt sich die Werft aber auch mit Tanker, Fähren und Forschungsschiffen. Ca. alle 13 Monate verlässt ein Kreuzfahrtschiff die Werft. Ein großes Spektakel, ein Volksfest, begleitet ein Kreuzfahrtschiff bei der Überführung. Unser Reiseleiter erklärte anhand von etlichen Modellen und Musterkabinen den modernen Schiffsbau in einem hochmodernen Besucherzentrum. Von der Galerie aus hätten wir hautnah Arbeiter beobachten können, wie sie aus vorgefertigten Blöcken Kreuzfahrtschiffe entstehen lassen. Leider waren wir am Silvestertag in der Werft. Natürlich wird an so einem Tag nicht am Schiff gearbeitet. Zu sehen gab es aber für uns den Rohbau und wir konnten es uns, mit den vielen Erklärungen von Peter, gut vorstellen, wie es ist, wenn gearbeitet wird. 

Besuch in der Meyer-Werft in Papenburg

Nach der Meyer-Werft machten wir uns auf den Weg nach Emden. Henry Nannen, deutscher Verleger und Publizist, lange Jahre Chefredakteur des Magazins Stern, spendete der Stadt Emden seine Exponate und baute eigens dafür ein großes Haus, ein modernes Museum. Es wurde das Henry Nannen Museum, auch mit Wanderausstellungen. Wir machten im Stadtkern einen kurzen individuellen Stopp. So konnten die Gäste das schöne Rathaus, den Hafen mit dem Museums-Feuerschiff-Amrumbank und das Otto Huus sehen. Es bestand auch die Möglichkeit einen Blick in die Fußgängerzone zu werfen. Am Otto Huus kommt keiner vorbei. Es steht direkt am Delft, ganz in der Nähe unserer Bushaltestelle. Das Huus ist halb Museum, halb Shop und halb Ferienwohnung. Hier kann sich jeder ein Stück "Otto" mit nach Hause nehmen. Der Komiker und Entertainer Otto Waalkes wurde in Emden geboren und ist auch hier aufgewachsen.

"Deutsche Bucht"

„On the Road again“ machten wir uns auf einen Abstecher zur "Knock". Knock ist der Name der südwestlichen Landecke der historischen Landschaft KRUMMHÖRN in Ostfriesland, knapp fünfzehn Kilometer westlich der Seehafenstadt Emden. Verwaltungsmäßig gehört der Landstrich zur Stadt Emden und darin zum Stadtteil Wybelsum. An der Knock befindet sich das Siel- und Schöpfwerk am großen Mahlbusen sowie ein großer moderner Radar- und Leuchtturm, daneben auch ein Campingplatz und der als Wassersportrevier genutzte Mahlbusen des Knockster Tiefs. Diese völlige Abgeschiedenheit laden zum Spazierengehen ein und neben der Entspannung kommen auch Hunde voll auf ihre Kosten. Sehr schön und DANKE, dass sich unser Busfahrer Thomas auf diesen Abstecher einließ.

Auf uns wartete noch ein Besuch in der Seehundstation in Norddeich. Die Station ist eine leistungsfähige anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger. Zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde und Kegelrobben werden hier jährlich aufgezogen und in die Nordsee zurückgebracht. Wir erfuhren viel über den natürlichen Lebensraum der Tiere. Für jede Altersgruppe interessant und durch Glasscheiben nett anzusehen.

Besuch in der Seehundstation

Nach einem erlebnisreichen Tag fuhren wir ins Hotel zurück. Wir wollten nicht zu spät dort sein, denn für abends war "fein machen" angesagt. Vor uns lag der Silvesterabend mit dem Jahreswechsel. Als wir in den Ballsaal kamen, war alles sehr schick dekoriert. Inzwischen hat man sich in den letzten Tagen angefreundet und jeder suchte sich den Achtertisch mit entsprechenden "Freunden". Nach dem wunderbaren Silvesterbüfett spielte eine Zwei-Mann-Kapelle Musik, die uns alle in den Bann zog. Die Gäste beherrschten die meisten Texte und ließen sich sogar zum Schunkeln hinreißen. Beim Jahreswechsel standen alle auf und prosteten sich mit einem Glas Sekt in der Hand zu, in der anderen Hand eine Wunderkerze. Damit war der Abend lange noch nicht zu Ende. Um 01.00 Uhr bat man die Band auf Zuruf um Zugaben. Man ging sogar darauf ein und spielte noch einiges zum Abschied. Danach wurde es eine Gesprächsnacht. Ein wundervoller Abend/Nacht, obwohl wegen der Pandemie nicht getanzt werden durfte. Wir hatten alle viel Spaß miteinander. Danke, liebe Gäste!

Ballsaal für die Silvesterfeier

5. Tag, Neujahr, Samstag 01.01.2022

Heute, am Neujahrstag konnten wir ausschlafen. Die Frühstückszeit wurde auf 8.00 Uhr verlegt und der Ausflug sollte erst um 11.00 Uhr beginnen. Nach der langen Nacht war das wirklich angemessen.Unser Busfahrer Thomas stellte wieder rechtzeitig den Bus für die Abfahrt zum letzten Ausflug pünktlich bereit. Peter war, wie immer, auch überpünktlich. Um die beiden musste ich mir keine Sorgen machen. Danke, dass ihr immer so zuverlässig gewesen seid.Neujahr,  

Am Neujahrstag brachen wir zu einer Ostfrieslandrundfahrt auf. Unser erstes Ziel war das Emssperrwerk in Gandersum. Es ist eins der modernsten Sperrwerke Europas und hat zwei Funktionen. Zum einen schützt das Sperrwerk vor Sturmfluten an der Ems und im Leda-Jümme Gebiet und es hat Staufunktion. Die Staufunktion sichert die Flexibilität des Schifffahrtsweges Ems zwischen Papenburg und Emden und damit die Sicherheit vieler Arbeitsplätze.

Besuch am Emssperrwerk und beim berühmten Leuchtturm von Pilsum

An dem Leuchtturm in Pilsum kommt auch keiner vorbei. Von weit her erstrahlt er in den leuchtenden Ringelsockenfarben gelb und rot. Er steht auf dem Nordseedeich unweit des zur Gemeinde KRUMMHÖRN gehörenden Ortes Pilsum. Der 11 m hohe Turm ist ein der bekanntesten Wahrzeichen Ostfrieslands. Für die Bekanntheit des Leuchtturms ist Otto Waalkes verantwortlich. In einer Komödie "Otto - der Außerfriesische" wohnt er als Hauptdarsteller im Pilsener Leuchtturm. Verliebte Paare haben die Möglichkeit seit 2004 sich dort zu "trauen".

Bevor es nach Greetsiel ging unternahmen wir einen kleinen "Schlenker" nach Dornumersiel. Dort waren wir ganz nah am Wasser und hatten einen Blick auf die Salzwiesen. Von Dornumersiel kann man bei Niedrigwasser übers Watt nach Baltrum wandern. Das ist bei vielen Gästen sehr beliebt. Dafür gibt es ausgebildete Wattführer, die sich bestens auskennen. Niemals sollte man alleine wandern. Jeden Sommer müssen Menschen aus dem Watt gerettet werden, weil sie plötzlich vom Wasser überrascht werden und bis zum Hals im Wasser stehen. 

Nun setzten wir unsere Küstenfahrt fort und unser Ziel mit Mittagspause ist Greetsiel. Den wunderschönen Ort fanden wir total überlaufen vor. Klar, am Neujahrstag wollten alle spazieren gehen und wo kann es schöner sein, als in Greetsiel. Zunächst wurden wir auf die Zwillingsmühlen hingewiesen. Ende 2013 wurde von der roten Mühle die Kappe mit den Flügeln durch einen Orkan abgerissen und zerstört. Durch zahlreiche Spenden konnte die Mühle im Juni 2015 wiedereröffnet werden. In der grünen Mühle befindet eine Teestube, in der man Köstlichkeiten genießen kann. Wir tauchten ins Getümmel ein. Abgesehen von den vielen Menschen können wir trotzdem das Flair alter Zeiten erleben. Hier war die größte Krabbenkutterflotte im alten Sielhafen beheimatet. Die Kirche, die Kapitänshäuser mit den Läden machen Freude durch die autofreien Gassen zu spazieren. Wir hatten genügend Zeit für ein Fischbrötchen, Kaffee und Kuchen.

Greetsiel

Im Bus referierte Peter noch einiges zu den vielen historischen Windmühlen in Ostfriesland. Sie sind Zeugen der Zeit. Jedes Dorf besaß früher eine Wind- oder Wassermühle. Viele der Mühlen wurden über die Jahre in liebevoller Arbeit restauriert und instand gehalten. Mühlen prägen auch heute noch das Bild von Ostfriesland. Sie wurden mittlerweile zu Cafés umgebaut und man kann in uriger Kulisse eine Pause einlegen. Inzwischen gibt es Vereine, die das alte Handwerk des Müllers präsentieren, dabei kann man einen tollen Blick hinter die Kulissen werfen. So langsam mussten wir an Abschied nehmen denken. Kurz vor Aurich verabschiedete sich unser Reiseleiter Peter Bröse von der Gruppe und er fand dafür warme Worte. Peter, wir waren mit Thomas, unserem Busfahrer, ein gutes Team. Danke dafür!

Auf uns wartete im Hotel das letzte Abendessen und es kam ein bisschen Wehmut auf. Einige Gäste kamen von weit her und hatten am folgenden Tag weite Fahrten vor sich. Deswegen begab man sich früher auf die Zimmer um die Koffer zu packen und früh schlafen zu gehen.

6. Tag, Sonntag 02.01.2022

Beim Frühstück traf ich alle Gäste noch einmal und konnte jeden einzelnen verabschieden. Um 11.30 Uhr, nach dem Check-out, war die Abfahrt für die Gäste nach Oldenburg zum Bahnhof, die ich bis dort begleitete.

Liebe Gäste, wir hatten alle zusammen eine "Gute Zeit" während unserer Silvesteridylle in Ostfriesland. Trotz des vielen Regen und Sturms waren Sie tapfer, hielten durch und waren immer guter Dinge. Unter den Bedingungen ist das keine Selbstverständlichkeit. Na ja, manchmal war das Wetter schon das Thema Nr. 1. Nur gut, dass ich daran nichts drehen konnte. Man muss es einfach so hinnehmen. Die Ostfriesen sagen: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Ich möchte mich bei Ihnen auch im Namen von Hanseat Reisen recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit, für Ihre Geduld und für Ihr nettes Miteinander bedanken. Hoffentlich haben Sie ein wenig Freude beim Lesen meines Berichtes. Bleiben Sie gesund und hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder!

Viele liebe Grüße

Ihre Gunda Würdemann-Ihnen