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Eine Bucht auf der Insel Jersey

Reisebericht: Flugreise nach Jersey vom 2. - 9. Juni 2019

Kanalinseln – Europas letzter Geheimtipp

Gunda Würdemann-Ihnen
02.07.2019
Aufgund der Lage am Golfstrom haben die britischen Kanalinseln ein "Klima, das für den Müßiggang wie geschaffen ist" (Victor Hugom 1855). Jersey, die größte der Kanalinseln, hält 
Englands Sonnenscheinrekord. Man kann sich  kaum einen besseren Ort vorstellen, um sich in 
der frischen Meeresluft zu entspannen und vom  Alltagstrott zu erholen. Dazu die Wärme und Freundlichkeit der Inselbewohner, die von einer wohltuenden Mischung aus britischer Gemütlichkeit und französischer Lebensfreude geprägt sind. Britischer Lifestyle und französischer savoir-vivre - ein echter Geheimtipp! 

Tag 1 – Anreise

Mit einer Gruppe von 30 Gästen flogen wir direkt von Bremen nach St. Helier auf Jersey und das erst am Abend, sodass wir bei Ankunft im Hotel nach dem Essen sofort unsere Zimmer beziehen konnten. Leider ohne Gepäck, dass uns aber nach einem bzw. zwei Tagen ins Hotel gebracht wurde.

Jersey ist eine der neun Kanalinseln, auf der ca. 100.000 Menschen auf 118 Quadratkilometern leben. Die Insel steht unter britischer Krone, obwohl es nach Frankreich nur 24 km und nach Großbritannien 160 km sind.  

Nach der Zollkontrolle wurden wir freundlich von unserem örtlichen Reiseleiter Rolf in Empfang genommen. Während der kurzen Busfahrt zum Hotel, wurden wir mit ersten Informationen bezüglich des  Check-in im Hotel versorgt. Wir bekamen alle einen Brief mit Terminen und Uhrzeiten für die kommende Woche. Abends, im Restaurant des Hotels „Pomme d‘Or“, erfüllten wir unsere erste Aufgabe: Wir überzeugten uns von der einmalig guten Küche. Nach dem Essen ein kleiner Verdauungsspaziergang. Einige der Gruppe traf ich auf einen Absacker in der Bar des Hotels.

Tag 2 – Ausflüge auf Jersey

Unser gemeinsamer Ausflug soll uns heute auf eine Farm, auf ein Weingut, in eine Glaskirche und nach St. Aubin führen. Nach dem exzellenten Frühstück erfolgte die Abfahrt um 09.00 Uhr mit unserem Reiseleiter Rolf. Die meisten erschienen schon um 08.45 Uhr in der Lobby des Hotels. Eine gute Gelegenheit für mich, die Gäste näher kennenzulernen, das waren morgens vor der Abfahrt immer nette Gespräche. Nicht alle Gäste hatten das Ausflugspaket gebucht. Für diese Gäste hielt unser Reiseleiter Rolf etliche Vorschläge für Unternehmungen bereit, sie waren aber meistens selbst schon vorbildlich vorbereitet und benötigten kaum Unterstützung. 

Schon von weitem sahen wir die wunderschönen hellbraunen Jersey Kühe, alle versehen mit einer Ohrmarke und einem Halsband mit Chip. Dieser Chip informiert den Landwirt über die Kuh; wie viel Gras sie frisst, wie viel Milch sie gibt, ob sie liegt, steht, läuft oder wo sie sich gerade befindet. Die junge Bäuerin, gerade drei Tage zuvor von ihrem Baby entbunden, führte uns mit großem Stolz und sehr sympathisch über ihre Farm, die sie mit ihrem Bruder organisierte. Unsere Gäste durften die Kälber mit Milch versorgen. Für die Kühe, die in den Boxen standen, weil sie ein Kalb erwarteten oder gerade bekommen hatten, gab es eine Bürstenrolle. Selbstständig gingen die Kühe zu der Rolle und genossen die Bürstenmassage. Ein herrlicher Anblick.

Zwischendurch wurde von der Bäuerin ein Jersey-Milcheis, sahnig schmeckend, und Karamellcreme angeboten. Sehr lecker - alle probierten.
Die Mittagspause verbrachten wir am Strand bei sonnigem Wetter in einem schönen Strandrestaurant. Dort war man auf viele Gäste eingerichtet. Das Angebot an Speisen war vielfältig, für jeden war etwas dabei. Gestärkt mit einer guten Grundlage wollen wir nun zum Weingut fahren, dort wurden wir für die Führung schon erwartet.

Kühe in einem Stall auf Jersey
Jersey-Kühe

Die Vorträge über das Weingut und über die Verarbeitung von Rot- und Weißwein interessierten alle. Probieren konnten wir den Rot-, Weiß- und Roséwein und zum Abschluss einen Brandy oder einen Likör. 

Gut gelaunt setzten wir unsere Tour fort. Rolf erzählt uns nebenbei, dass die Kartoffeln hier auf Jersey mit der Schale gekocht werden. Zuvor werden sie gründlich gebürstet. Ein bisschen Minze dazu und die Kartoffel bekommt einen guten Geschmack. Ich glaube, dass haben sich die Damen gut gemerkt und wollen es zu Hause bestimmt ausprobieren. 

Wir fahren auf unglaublich schmalen Straßen. Rechts und links hohe Hecken oder Bäume. Manchmal haben sie nur Busbreite. Diese Straßen nennt man Greenlanes, auf denen haben Reiter und Fußgänger immer Vorrang. Auf der Insel Jersey gibt es 580 km Straße und 165.000 registrierte Autos. Ist auf dem Nummernschild die letzte Zahl rot, dann ist es ein Mietfahrzeug.

Wir fuhren an einer Grundschule aus alten Zeiten (1906) vorbei, in der die Schulkinder nach Geschlechtern getrennt die Schule betreten müssen. Mädchen die rechte Tür und Jungen die linke Tür.

Die höchste Erhebung auf Jersey ist 128 m hoch. Dieser „Berg“ lässt jeden Holländer erblassen, meinte Rolf. Die Glaskirche wirkte kühl, aber sehr interessant. Aus vielen kleinen Glasteilen wurden Statuen hergestellt, die die Kirche zu einem regelrechten Schmuckstück machten. Bevor es zurück zum Hotel ging, legten wir noch einen kleinen Bummel in dem schönen Hafenörtchen St. Aubin ein.

La Mare Wine Estate

Tag 3 – Guernsey mit Stadtrundgang in St. Peter Port

Heute holte uns Ann ab. Ann ist die Frau von Rolf, deswegen war sofort eine Vertrautheit da. Mit der Fähre ging es zur 60 km entfernten Nachbarinsel Guernsey. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir St. Peter Port, die Hauptstadt der Insel - leider bei Regen. Der Regen hielt uns aber nicht davon ab, den Spaziergang über die Promenade zur St. Peter Kirche zu unternehmen. Die Kirche beeindruckte durch familienfreundlichkeit, denn in der Kirche gab es eine Cafeteria und eine Spielecke für Kinder.

Wir schlenderten gemeinsam durch die Hauptgeschäftsstraße, aber leider regnete es so stark, dass einige Gäste doch lieber in ein Restaurant gehen wollten. Der Treffpunkt war später am Bus zur Inselrundfahrt. Auf den Kanalinseln muss man im Straßenverkehr besonders gut acht geben, denn hier herrscht Linksverkehr. Mittlerweile sind die Gäste aber daran gewöhnt, sie werden ja auch ständig darauf hingewiesen. 

Während der Fahrt sieht man an der Nordküste  überall in regelmäßigen Abständen Türme. Während des zweiten Weltkrieges waren diese Türme von Soldaten besetzt, die die Küste vor den Franzosen überwachten. Sollten sie Angreifer entdecken, so wurde das Signal von Turm zu Turm weitergegeben.

Die St. Peter Kirche und die kleinste Kapelle der Welt

Reiseleitung Ann berichtete, dass man auf Guernsey keinen Führerschein benötigt. Die Bewohner müssen nicht die Fahrschule besuchen. Die Autos werden auch nicht vom TÜV überprüft. Die Nummernschilder haben nur Zahlen. Sollte ein H zusätzlich auf dem Nummernschild sein, dann weiß man: das ist ein Mietauto. Für die Einheimischen bedeutet das „HORROR“ :-).

Uns fielen die vielen Gewächshäuser auf. Ann sagte, dass die Einwohner früher mit dem Tomatenanbau sehr viel Geld verdient haben. Dadurch wurden viele Jerseyaner sehr reich. Durch die EU waren sie dann jedoch nicht mehr konkurrenzfähig, weswegen alle Gewächshäuser leer und zum größten Teil verkommen sind.

Eine biologische Pause in Verbindung mit Shopping und Kaffee/Tee machten wir im Restaurant Pearl. In St. Andrews besuchen wir die kleinste Kapelle der Welt. Sie ist völlig verziert mit kleinsten Porzellanteilchen, Muscheln und Kieselsteinen. Die kleine Kapelle ist eine der größten Attraktionen auf der Insel.

Vorbei an endlos langen Hortensienhecken, wunderschön blühenden Fuchsienbüschen, Farnen, Agaven und Palmen geht es zurück zum Hafen. Es folgte eine ruhige Überfahrt nach Jersey

Tag 4 – Insel Sark

Nach dem täglichen fantastischen Frühstück wollten wir heute die zweitkleinste Kanalinsel „Sark“, mit nur 5,5 Quadratkilometern, besuchen. Zunächst mussten wir wieder mit der Fähre eine Stunde fahren. Das Meer war recht „kibbelig“, es ging vielen nicht so wirklich gut. Auf Sark trafen wir nur auf Taktoren, Pferdekutschen, Fußgänger und Radfahrer. Wir waren begeistert von den blütenreichen Gärten „La Seigneurie“ und von dem hohen Damm „La Coupee“, der 90 Meter steil abfällt. Der Damm verbindet die Inseln Great und Little Sark. Sark ist die einzige Insel weltweit, die auf öffentlich nächtliche Beleuchtung verzichtet. Unbekannt auf der Insel sind Geldautomaten, Zahnärzte und eine zentrale Wasserversorgung. Wir erkundeten die Insel auf der Pferdekutsche mit nur einem PS. Vom Kutscher Philipp wurden wir mit interessanten Informationen versorgt. In der anglikanischen Kirche zum Beispiel haben die Gläubigen gemietete feste Plätze. Familien haben ihre eigenen Wappen, die sie wunderschön farbig auf Sitzkissen gestickt haben. Diese Sitzkissen liegen auf ihren Plätzen und in der Gemeinde weiß so jeder, wer auf welcher Bank sitzt.

Himmlische Aussichten auf Sark

Tag 5 – Stadrundgang St. Helier und eine eindrucksvolle Klippenwanderung

Heute konnten wir ein wenig länger schlafen. Unser Reiseleiter Rolf holte uns erst um 09.30 Uhr für den Stadtspaziergang in St. Helier ab. Ganz anschaulich mit etlichen Erklärungen präsentierte er uns die Stadt. Wir besuchten die wunderschöne familienfreundliche Stadtkirche. Warum familienfreundlich? Weil es in der Kirche eine große Spielecke für die kleinen Kinder gab, die dort während des Gottesdienstes betreut wurden. So können die Eltern ganz entspannt dem Gottesdienst folgen. 

Wir spazierten einen Hügel hoch, bis wir in den wunderschönen Rosengarten gelangten. Unglaublich, dieser Rosenduft. Alle Rosen, prächtig mit großen Blüten in allen möglichen Farben, waren für uns alle herrliche Fotomotive. Wir spazierten weiter durch die Parkanlage und durch ein Kaufhaus, bis wir zur Fischhalle gelangten.

Der Rosengarten
In der Fischhalle

Für einen kleinen individuellen Rundgang gab Rolf uns Zeit. Anschließend brachte Rolf die Gruppe zurück zum Hotel, die an der Küstenwanderung mitmachten, während die anderen in der Stadt zurückblieben.

Für die Klippenwanderung am Nachmittag wurden wir von Kieranne abgeholt. Mit dem Bus fuhren wir zunächst zum Sorel Point. Von dort ging es auf einem ausgewiesenen schmalen Wanderweg entlang der Klippen. Die Aussichten waren spektakulär. Den Fotografen boten sich allerbeste Fotomotive. Schafe mit großen, rund geformten Hörnern, die mit ihren Lämmern an den Hängen hingen und eine abwechslungsreiche Vegetation begleitete uns. Diese Schafe fressen gerne den Ginster. Das ist ein Glück, denn sonst würde der Ginster alle anderen Pflanzen erdrücken. Es wurde Berg-auf und Berg-ab gewandert, über schmale Pfade. Manchmal recht steil hoch und wieder runter. Die Wandergruppe war konditionell und physisch in bester Verfassung. Zur Belohnung wurde uns am Ende der Wanderung köstlicher Cream Tea, Scones mit Rosinen, Erdbeermarmelade und Clotted Cream im Priory gereicht. Dort konnten wir uns bei netten Gesprächen erholen und entspannen, bis uns der Bus wieder abholte und ins Hotel zurückbrachte.

Klippenwanderung - was für Aussichten! 

Tag 6 - Die Gardenroute und eine Prise Austern & Meer

Heute erwartete uns ein wundervoll gepflegter Garten. Wir entdeckten Pflanzen, die wir zuvor noch nie gesehen hatten. Die Eigentümerin Judith Quérée führte uns durch ihren kunterbunten Garten. Ihr Mann hielt das Haus mit den Gebäuden instand, ein befreundeter Künstler schmückte den Garten mit vielen Skulpturen, während Judith mehr mit den Pflanzen und deren Pflege beschäftigt war. Nach einer kurzen Fahrt freuten wir uns auf Austern. Leider regnete es sehr stark, sodass wir nur in Zehnergruppen zu der Fischverarbeitung und zu unseren Austern gehen konnten. Wir hatten noch den Tag vor uns und wollten möglichst trocken in den Bus zurückkommen. Zu den Austern mit Zitrone bekam jeder eine kleine Flasche Wein oder Wasser. Leider konnten wir wegen des Regens nicht draußen auf den Bänken sitzen und einen schönen Ausblick genießen, dabei die Austern schlürfen, den Wein dazu trinken - sondern huschten ganz schnell wieder in den Bus zurück. 

Die anschließende Fahrzeiten nutzte Rolf für Informationen über Land und Leute und über die Besatzungszeiten der Deutschen auf der Insel. Die vielen Bunker an den Küsten und Buchten sind noch Reste aus dieser Vergangenheit. So sahen wir auch noch Schützengräben. Ein reicher Mann baute seine Villa auf einem Bunker, so hatte er einen guten Keller und der war dann sogar erdbebensicher. Auch erzählte Rolf, dass man auf Jersey 10 Jahre leben muss, damit man hier sesshaft werden kann. 

Der traumhafte Garten von Judith Quérée

Unsere Mittagspause verbrachten wir neben einem Perlengeschäft. Das war praktisch, denn es regnete zwischendurch immer sehr stark und dort hatten alle einen Platz im Trocknen. Einige Programmpunkte standen heute noch auf dem Programm. Wir machten uns auf den Weg, um uns die Kirche von St. Brelade und die Fischerkapelle von innen anzuschauen. Die Kirche ist dem heiligen Brelade und die Kapelle der heiligen Maria gewidmet. Die Fischer gingen erst in ihre kleine Kapelle, um für einen reichen Fischfang und fürs sichere Zurückkommen zu beten. Danach ging es hinaus aufs Meer.

Die wunderschön bemalten Wände und Decken stammten aus dem 14. Jh., kurz nachdem die steinerne Kapelle erbaut wurde. Einige Bilder wurden restauriert.

Rolf wollte uns noch die südlichste Spitze Jerseys zeigen. Dort wehte ein kräftiger Wind und nicht alle Gäste stiegen aus. Die meisten Gäste waren aber gut gegen den Wind und Regen gewappnet. Die Norddeutschen sind mit dem Wetterwechsel vertraut und haben Regenschirm und Regenjacke im Gepäck.

Wir passierten das Grand Hotel. In dem Hotel verbrachte die Queen Mum von Zeit zu Zeit einige Tage. Angeblich trank sie am Abend gerne ein Glas Gin Tonic. Sie suchte sich für die Bestellung einen Kellner mit den dicksten Fingern aus und dann sagte sie zu ihm, sie hätte gerne zwei fingerbreit Gin Tonic. Die Frau war schon clever! 

Im Hotel erwartete uns heute ein riesiges Fischbüffet, weswegen unsere Gruppe eine halbe Stunde früher im Restaurant sein sollte. Unser Restaurantchef war großartig. Er wollte, dass wir das Büffet in Ruhe fotografieren und bewundern konnten. Es war ihm auch wichtig, dass wir uns am Büffet bedienten, bevor es geplündert aussah. Unsere Gäste waren dankbar für den Hinweis und letztlich begeistert, wie großartig und nett zurecht gemacht das Büffet war. Wo kann der Fisch frischer sein, als auf einer Insel?

Tag 7 - Jerseys wildromantischer Osten und traditionelle „Fish & Chips“

Pünktlich fuhr der Bus mit Rolf vor. Wir fahren entlang der Gorey Bay und erlebten das Gefühl für die Höhe von Ebbe und Flut. Der Tidenhub schwankt täglich und in Abhängigkeit des Mondstandes zwischen 8 und 12 Metern.

Auf Jersey gibt es traditionelle handgestrickte Jersey Pullover. Zu alten Zeiten wurde auf der Insel viel gestrickt, sogar Männer beherrschten die Technik. Die Jersey Pullover sind sehr schwer und wasserabweisend. Die Legende besagt, dass eines Abends ein Pullover auf dem Tisch liegen gelassen wurde. Zu allem Unglück (oder Glück?) kippte die auf dem Tisch stehende Öllampe um und das Öl der Lampe verteilte sich auf dem Pullover. Daraufhin wurde der Pullover gewaschen. Der Fischer zog den Pullover am folgenden Tag zum Fischen an. Auf dem Meer merkte er dann, dass der Pullover wasserdicht war. Das waren dann die Vorläufer der imprägnierten Jersey Pullover!
Wir machten einen Besichtigungsrundgang in der Burg „Mount Orgueil Castle“
Es ging zunächst langsam auf einer geraden Ebene stetig hoch, bis wir zu den 144 Stufen gelangten. Von da an musste man gut auf sich aufpassen. Manchmal war das Geländer nur ein dickes Seil. Oben auf der Plattform angekommen, erwartete uns wieder ein kräftiger Regenschauer. Das sollte für den Tag aber der einzige und letzte gewesen sein. Danach begleitete uns nur die Sonne und ein blauer Himmel. 

Zu Fuß führte uns Rolf über einen schmalen Pfad und Stufen bis hinunter in den Ort zum Hafen, wo dann schon wieder unser Bus mit Fahrer „Mick“ auf uns wartete. Pünktlich zur verabredeten Zeit saßen alle Gäste wieder im Bus. Wir fuhren an der 800 m langen Mole „St. Catherine’s Breakwater“ vorbei. Eine beliebter Spazierweg für Familien am Wochenende.

Mount Orgueil Castle
Im Schloss
Wunderschön: St. Catherine's Breakwater

Wir fuhren am malerischen kleinen Hafenort Rozel vorbei. Dort gibt es den Kiosk „Hungry men“. Den Strand-Imbiss betreibt eine Engländerin, die sehr gut gewürzte Hamburger zubereiten kann. Damit hat sie sich insbesondere bei den Engländern einen Namen gemacht, denn die Engländer sind ja dafür bekannt, dass sie eher „fade“ würzen. Kommen Engländer nach Jersey, dann fragen sie sofort: Gibt es den Kiosk „Hungry men“ noch?

Auf Jersey gibt es auch einen Zoo, den wir im Vorbeifahren sahen. Dieser Zoo beschäftigt sich mit der Nachzucht gefährdeter Tiere. Inzwischen knurrte uns der Magen. Angekündigt war ein rustikales Mittagessen. Mit 34 Personen betraten wir das Restaurant „The Royal“ und innerhalb kürzester Zeit hatten wir alle das Mittagessen vor uns stehen. Zum Nachtisch wurde Apfelkuchen mit Sahne und Kaffee gereicht. Gestärkt setzten wir unsere Tour fort, aber lange saßen wir nicht im Bus. Rolf wanderte mit uns vorbei an Gemüsefeldern auf einem Feldweg zu den 6000 Jahre alten „Keltengräbern“. 

Es folgte unser letzter Ausflugsstopp an diesem Tag. Wir wollten den Botanischen Garten besuchen. Im Botanischen Garten befindet sich ein hochherrschaftliches Herrenhaus, in dem Hochzeiten und Geburtstage oder weitere Events gefeiert werden können.

Das Herrenhaus im Botanischen Garten

Der Besitzer hatte sich die Stallgebäude als Wohnraum wieder herrichten lassen. Dort bewohnt er ein Haus, rechts und links im Anschluss seines Hauses vermietet er Appartements. Die alten Stallungen wurden restauriert, darin halten er und seine Frau Esel und Maulesel. Wir besichtigten diese Einrichtungen teilweise und machten uns danach auf den Weg zu den Blumen, Gewürzen, interessanten Bäumen und Teichanlagen, bis wir schließlich in den japanischen Garten gelangten. Ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag, der letzte Tag der Reise, ging zu Ende. Heute mussten die Koffer gepackt werden. Morgen früh ging es zurück nach Hause.

Tag 8 - Jersey- Bremen

Eine spannende und wunderschöne Reise geht zu Ende. Steile Felsen mit schroffen Abhängen, lange Sandstrände, herrliche und bunte Gärten, den enormen Tidenhub und Cream Tee genossen wir. Ein letztes Mal konnten wir uns an dem fantastischen Frühstücksbüffet für die Abreise stärken.

Wir nahmen Abschied von Jersey. Einige naturbegeisterte Gäste wollen unbedingt wiederkommen. Das ist ein gutes Zeichen. Unser Gepäck war verladen. Es folgte die Fahrt zum Flughafen und der Direktflug zurück nach Deutschland. Dort standen alle gecharterten Taxen von Hanseat Reisen bereit.

Herzlichen Dank, liebe Gäste, für ihr großes Verständnis und ihr Vertrauen in mich während der Reise. Ich war gerne mit Ihnen zusammen und habe sie sehr gerne begleitet. Dankeschön an Hanseat Reisen. Die Reise war bestens vorbereitet. Herzlichen Dank auch an unseren Reiseleiter Rolf.

Ihre Reisebegleitung Gunda Würdemann-Ihnen

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