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AIDAcara in Norwegen vor Anker

Reisebericht: MeinE Highlights in Norwegen

Mit AIDAcara in Norwegen

26.02.2019
Norwegen, das Land der Fjorde und Wunder. Sowohl Stadt- als auch Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn Norwegen ist wunderbar vielfältig.  Hanseat Reisen ist für viele etablierte Zeitungen und Zeitschriften zuverlässiger Partner bei der Durchführung begleiteter Leserreisen. In unserem Inspirationsbereich möchten wir Ihnen von Zeit zu Zeit auch einen Einblick in diesen Bereich ermöglichen und lassen deshalb gerne unsere ReisebegleiterInnen zu Wort kommen. Diesmal hat Frau Wegener mit uns über ihre Norwegen-Kreuzfahrt mit AIDAcara gesprochen - eine wirklich besondere Gruppenreise.

Anfang 2018 stach Frau Wegener mit AIDAcara in See. Auf dieser seltenen Kombinationsreise wurde erst die Ostsee durchfahren, dann ging es mit dem Kreuzfahrtschiff hoch zu den Fjorden Norwegens. Imposante Täler und tosende Wasserfälle - das Land ist voll einzigartiger Naturschönheiten. Auf einer Norwegen Kreuzfahrt erlebt man die schönsten Fjorde hautnah - unbesiedelte, steile, geheimnissvolle Hänge, die tief ins Meer hineinragen. Eine winterliche Kreuzfahrt in Norwegen zu unternehmen, ist auch eine intensive Erfahrung. Wind und Schnee wehen einem bei Landgängen und auf den Außenflächen der AIDAcara um die Ohren. Trotz der Kälte sollte man es sich jedoch keinesfalls nehmen lassen, auch an Deck die traumhafte Landschaft zu bewundern. 

Blick auf Ramfjordbotn auf den Vesteralen
Ramfjordbotn auf den Vesterålen
Zeltdorf auf den Vesterålen

AIDAcara Landausflug: Hundeschlittenfahrt

AIDA bietet auf Norwegen Kreuzfahrten vielfältige Landausflüge an. Unter anderem kann man per Hundeschlittenfahrt die malerische Wildnis Norwegens entdecken. Der Ausflug ist exklusiv und die Plätze rar, daher empfiehlt unsere Reisebegleitung Frau Wegener, frühzeitig zu buchen. Die Fahrt findet ausgehend von einem kleinen Zelt-Dorf im Ramfjordbotn auf den Vesterålen statt. Die bekannteste Schlittenhund-Rasse sind natürlich die Huskys. Sie werden gerne für die Hundeschlittenfahrt eingesetzt, da sie Schlitten und Fahrer problemlos und mit hoher Geschwindigkeit über den Schnee durch die Wildnis ziehen können. 

"Zunächst wird etwas zur Geschichte der Samen, der Ureinwohner Norwegens, erzählt. Die typischen, spitzen Zelte, mit denen die Samen durch das Land ziehen,  sind in dem Dorf nachgebaut worden, Lachs kocht in einem gusseisernen Topf über der Flamme. Die Hundeschlittenfahrt war in früheren Zeiten weit verbreitetes Transportmittel. Auch über die Haltung der Huskys wird berichtet, denn die Tiere brauchen viel Auslauf und müssen immer beschäftigt werden. Nicht nur im Winter wenn Schnee liegt, sondern auch im Sommer. Der Schlitten wird dann durch eine normale Leine ausgetauscht oder es werden Schlitten mit Rädern genutzt."

Die Huskys geben alles! 

"Die Fahrt mit dem Husky-Schlitten dauert etwa 20 Minuten, man saust mit hoher Geschwindigkeit durch die Landschaft. Etwa 8-10 Huskys ziehen den Schlitten durch den Schnee. Ich hatte Glück, ganz vorne sitzen zu können, das ist der beste Platz mit perfekter Sicht auf die Hunde und die einmalige Landschaft. Ca. 4-6 Personen sitzen insgesamt auf dem Schlitten, je nach Größe. Ganz hinten befindet sich dann der Fahrer"

Hundeschlitten fahren ist norwegischer Nationalsport. Im norwegischen Alta findet übrigens das längste Hundeschlittenrennen Europas statt. Hundeschlittenführer aus aller Welt reisen in den Ort, um am Finnmarksløpet teilzunehmen. Die Huskys und ihre Fahrer rasen bis zu 1200 Kilometer durch die eisige Wüste, um nach einigen Tagen als erste ins Ziel zu kommen.

"Nicht nur Husyks gab es zu sehen. Auch das Rentier spielt eine wichtige Rolle, es ist das Nationaltier Norwegens. Mit seinem weißen Fell kann es gut in der schneebedeckten Umgebung Schutz vor Feinden suchen. Es wird von den Samen in Herden gehalten und versorgt sie mit Kleidung und Nahrung. Das Fleisch der Rentiere kann man überall in Norwegen kaufen, es zeichnet sich durch einen geringen Fettanteil aus und findet in der Norwegischen Küche vielerlei Verwendung." 

Die größte Zahl an Rentieren findet man auf dem Plateau Finnmarksvidda. Hier treiben die Samen seit Jahrhunderten die Herden vom Inland an die Küste und zurück, je nach Jahreszeit. Die wildlebenden Tiere sind durch strenge Jagdvorschriften geschützt. Interessanterweise sind Rentiere die einzige Hirschart, bei der sowohl Männchen als auch Weibchen ein Geweih tragen.

Das Nationaltier Norwegens: das Rentier
Typische bunte Häuser in Trondheim

Norwegens bunte Städte

"Norwegen ist auch das Land der bunten Häuser. Wenn die Wälder und Wiesen unter weißem Schnee liegen, erstrahlen die angemalten Häuser in rot, grün, gelb, ocker, blau oder orange und harmonieren wunderbar mit den Farben der Fjorde. Fast schon amerikanisch befinden sich die Briefkästen meist vor und nicht an den Häuschen. Nach Einbruch der Dämmerung spiegelt sich das Licht der kleinen Ortschaften traumhaft im Wasser der Fjorde und erschafft eine sehr heimelige Atmosphäre.  Oft möchte man in den kleinen, hübschen Städtchen einfach nur Spazieren gehen und die Umgebung genießen. Wird es draußen zu ungemütlich, laden die kleinen Gaststätten zum Verweilen ein. Die Menschen sind typisch "nordisch" - zunächst zurückhaltend, dann unglaublich herzlich und naturverbunden."

Die bunten Häuser haben in Norwegen bereits eine lange Tradition. Schon im 18. Jahrhundert griff man auf Farben zurück, um seinem Haus einen eigenen Charakter zu verleihen. Allerdings war dies damals nur der wohlhabenden Bevölkerung vorbehalten, denn Farbe war teuer. Hatte man nur wenig Geld zur Verfügung und wollte das Haus trotzdem präsentieren, wurde nur die Vorderseite teuer angestrichen und für die Rückseite eine preiswertere Farbe verwendet.

Ein Café in Bakklandet, einem Stadtteil von Trondheim
Die Lichter des Ortes  Alta spiegeln sich im Wasser

Die Eismeerkathedrale von Tromsø

Die Eismeerkathedrale ist eine evangelisch-lutherische Pfarr- und Seemannskirche. Sie ist das herausragende Wahrzeichen der Stadt Tromsø und heißt zwar Kathedrale, ist im eigentlichen Sinne aber keine echte Bischofskirche.

"Fast wie ein Eisberg steht sie in der Stadt und zeigt mit der offenen Seite, der Chorseite,  nach Osten, zur Bucht. Die Rückseite der Kirche ist zum Ort hin geschlossen. Das Innere ist sehr schlicht gehalten, mit dunklen Holzbänken und Decken. Gerade durch die schlichte Innenausstattung wirkt die Kirche sehr ergreifend. Sollte es etwas kühl sein während man zum Beispiel einem Konzert lauscht, liegen in der Kirche weiche Wolldecken aus - so muss keiner frieren."

Die Eismeerkathedrale soll das Polarlicht, Eis und lange Dunkelheit repräsentieren. 720 Personen finden im Inneren der Kirche Platz. Es werden Ausflugsmöglichkeiten angeboten, die man sich nicht entgehen lassen sollte, denn der Klang in der einzigartigen Kathedrale ist wirklich etwas ganz Besonderes. Bei einem Konzert kann man diese wunderbare Atmosphäre am besten erleben. 

Die Eismeerkathedrale

Unterwegs auf den Vesterålen

Die Vesterålen sind eine Inselgruppe in Norwegen, etwas nördlich der Lofoten-Inseln. Sowohl winzige Sandinseln und Schären, als auch eine der größten Inseln Norwegens zählen zu den Vesterålen. Weite Strände, Wiesen und Weiden, alpine Höhenzüge, dramatische Fjorde und einsame Wildnis wechseln sich stimmungsvoll ab. Die Umgebung ist übrigens sehr nährstoffreich und weltweit der einzige Ort, an dem man fast das gesamte Jahr über Wale entdecken kann.

"Auf Sortland findet man auch die Skulptur "Havsoye" von Sigurdur Gudmundsson. Sie gehört zum Kunstprojekt "Skulpturlandschaft Nordland", deren Skulpturen und Installationen überall in Norwegen verteilt sind."

Die Skulptur "Havsoye" von Sigurdur Gudmundsson

Auf AIDAcara

"Mein Lieblingsplatz auf AIDAcara? Ich mag ruhigere Ecken, die man manchmal erst auf den zweiten Blick entdeckt. Der Bereich mit den Kunstwerken an Bord ist so eine Stelle. Dort ist es sehr ruhig, kleine Sessel laden zum Verweilen ein, alles ist sehr harmonisch gestaltet. Abends empfehle ich gerne die Anytime Bar. Sie liegt auf dem obersten Deck und ist verglast, so kann man wunderbar den Nachthimmel beobachten. Nordlichter konnten wir auf unserer Reise auch bestaunen. Wir haben lange darauf gewartet, auf dem Weg nach Tromsø kamen wir dann endlich in den Genuss dieses einmaligen Farbenspiels. Informationen dazu erhalten die Passagiere übrigens per Durchsage auf dem Schiff, damit niemand dieses wundervolle Spektakel verpasst."