"Endlich wieder raus"
1. Tag
In Oldenburg begrüßte ich die ersten Gäste und in Bremen stiegen weitere hinzu. Alle waren pünktlich und wir konnten planmäßig bei herrlichstem Wetter mit unserer Fahrt starten. Unterwegs hielten uns drei Baustellen mächtig auf. Das war aber kein Problem, denn wir waren heute an keinen Termin gebunden. An der Tecklenburger Raststätte legten wir eine Pause ein, in der wir uns kurz die Füße vertreten konnten. Unser Busfahrer „Walter“ war ein besonnener Fahrer und brachte uns sicher ans Ziel nach Bödefeld.
Trotz der leichten Einschränkungen der aktuellen Lage, war bei allen Gästen die Vorfreude aufs Wandern groß. Die Einschränkungen bestanden lediglich daraus, dass wir im Bus beim Ein- und Aussteigen Masken tragen mussten und dass wir vom Landhotel Albers gebeten wurden, Masken zu tragen, sobald wir unseren Platz im Restaurant verließen oder öffentliche Bereiche des Hotels betraten. Diese Einschränkungen waren ein LEICHTES, denn darin waren wir alle in den letzten Monaten von zu Hause geübt.
Am frühen Nachmittag erreichten wir das Landhotels Albers in Bödefeld und wurden äußert freundlich begrüßt. Zuvor holten wir noch Friedel, unseren Wanderführer, ab. Er war behilflich beim Check-in im Hotel und gab erste Tipps und Hinweise.
Die Zimmerschlüssel waren vorbereitet und recht schnell konnten alle Gäste ihre Zimmer beziehen. Ich blieb noch ca. 30 Minuten in der Lobby des Hotels, um eventuelle Fragen der Gäste zu beantworten, Friedel leistete mir dabei Gesellschaft. Einige Damen gingen vorbei und wollten den Ort erkunden, Kaffee trinken gehen oder es wurde nach dem WLAN Code gefragt..
2. Tag
Naturdorf Bödefeld
Zur ersten Orientierung wollten wir heute das Naturdorf Bödefeld und seine Umgebung erkunden. Einiges erfuhren wir schon am Vorabend während der Präsentation und waren bestens vorbereitet. Zunächst ging es in den Frühstücksraum. Dort erwartete uns ein leckeres Sauerländisches Frühstücksbüfett mit großer Auswahl. Für den Wanderausflug durften wir uns ein Lunchpaket nach Belieben für den Tag zusammenstellen.
Um 10 Uhr sollten wir uns mit Wanderschuhen, bequemer und wetterfester Kleidung und einem Rucksack für die Marschverpflegung bereithalten. Einige Gäste hatten sogar ihre Wanderstöcke dabe - Dazu gehörte ich auch. Ich entschied mich aber für meinen Schirm, denn beides ging nicht. Meine Entscheidung war korrekt - am Nachmittag bekamen wir eine gehörige Ladung Regen ab.
Gestärkt vom guten Frühstück, warteten wir gespannt auf unsere erste Wanderung
Es sollte endlich losgehen zu unserem ersten Ausflug, um das malerische Dorf Schmallenberg-Bödefeld, auf Wanderwegen herum, kennenzulernen. Etwa 11 km sollten wir heute bewältigen, es bestand aber auch die Wahl die Wanderung auf 15 km zu verlängern oder vorher abzukürzen. Je nach Kondition und Wetterlage gab es die Möglichkeit, runter ins Dorf zu gehen, immer in Richtung Kirchturm. Am Vormittag hielt das Wetter gut durch, ohne Regen. Die schöne Mittagspause verbrachten wir auch noch bei Trockenheit. Leider begann es kurz darauf heftig zu regnen und bis zur Ankunft im Hotel hörte es nicht mehr auf. Trotzdem wurde es ein wunderschöner Ausflugstag.
Fabelwesen sollen in Bödefeld gelebt haben, die sogenannten „Hollen“, die in einem Felsen am Ortseingang viele blitzende und bunte Edelsteine gehütet haben. Es waren gutmütige Fabelwesen, die Menschen in der Not halfen. Einmal schenkten sie einem Mädchen einen funkelnden bunten Edelstein. Leider wurde die Höhle von den raffgierigen Eltern der Kinder gestürmt. Danach wurden die Hollen nie wieder gesehen.
Einmal im Jahr überwinden Wanderer und Läufer den Bödefelder Hollenweg ganz sportlich über extreme Distanzen bis zu 101 Kilometer. Philipp berichtete zudem, dass es in Bödefeld viele Vereine gibt und es werden nette Feste gefeiert. Es scheint ein lebhafter Ort zu sein.
Wir wurden von Friedel überrascht, denn für den späten Vormittag hatte er den Förster des Waldes bestellt. Dieser berichtete uns ganz ausführlich und hochinteressant über den Borkenkäfer. Es war nicht zu übersehen, was dieser kleine Käfer schon alles angerichtet hatte.
Auf der Strecke passierten wir die Quelle der Remecke, ein Hollenhaus- und Felsen, eine alte Kohlenmeilerstelle, ein Hochlandrindergehege, einen Barfußpfad und ein Wassertretbecken.
Hier trafen wir den ehemaligen Leiter des Bauamtes der Stadt, Herrn Voss, der uns eine Stunde durch die Stadt führte und uns zu den herrlichen mit Schiefer gedeckten Häusern und deren Verzierungen viel erzählte.
Schmallenberg war im Mittelalter eine Hansestadt und entstand als kleine Siedlung von Handwerkern und Händlern neben der „Smalen Burg“. Seit dem 15 Jahrhundert gibt es bis heute in Schmallenberg nachweislich das Textilgewerbe. Später lag der Produktionsschwerpunkt in Strumpfwaren. Deswegen wird die Stadt Schmallenberg auch die „Strumpfstadt“ genannt.
Ein großer wichtiger Schwerpunkt ist die Tourismusbranche und die Holzindustrie aufgrund der Wald- und bergischen Landschaft. Die wunderhübschen Fachwerkhäuser sowie die schmalen und engen Gässchen waren sehr beeindruckend. Dunkelgraue Dachschiefer und Fassadenverkleidungen schmücken die Häuser und haben ihren steinigen Ursprung hier im Schmallenburger Land. Ganz in der Nähe, in Holthausen, befindet sich ein Museum für Schieferbergbau und das Heimatmuseum.
Mit dem Bus fuhren wir weiter zum „Kahlen Asten“. 15 Minuten hatten wir Zeit für einen wundervollen Blick über das Sauerland, für einen Kaffee oder die Toilette.
Hier wollten wir mit unserer Wanderung starten, Friedel entschied aber, dass es zu kalt und windig sei. Deswegen fuhren wir mit dem Bus bis zum „Großen Bilchen“. Von dort starteten wir mit unserer Wanderung.
Durch den vielen Regen an den Vortagen, waren die Wanderwege ziemlich aufgeweicht. Doch das machte uns allen nichts. Wir wanderten durch den Matsch oder um ihn herum. Bergauf war es dann immer wieder trocken und steinig. Am Hunau Kreuz machten wir eine Gruppenaufnahme, denn immerhin waren wir 818 m ü. N.N.
Vor der Wachshütte packten wir wieder alle in gemütlicher Runde unsere Lunchpakete aus. Die Wachshütte heißt deswegen so, weil die Ski-Langläufer hier ihre Ski wachsen, um geschwind weiterzufahren. Skier müssen gut gewachst sein, denn es darf kein Schnee daran festbacken. Inzwischen wurde die Hütte weiter ausgebaut und im Winter gibt es hier Glühwein oder auch Bratwürste für die Sportler. Wir wanderten heute auf der Loipe der Skilangläufer, malerisch und stimmungsvoll lag uns das Hochland zu Füßen.
Vor unserer Mittagspause überquerten wir zunächst eine Hängebrücke. Eine wackelige Angelegenheit, die aber viel Spaß bereitete
Liebe Gäste!
An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen, auch im Namen von Hanseat Reisen, recht herzlich bedanken, dass Sie sich für die schöne Reise entschieden haben. Bleiben Sie gesund und reisefreudig und ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit.
Ihre Reisebegleitung
Gunda Würdemann-Ihnen
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