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Sarah Michel

Städtereise Wien - Prater, Philharmonie & Heurigen

Wien - eine Stadt voller Highlights

Sarah Michel
16.07.2019
Was für eine Reise! Im Juni hatte ich das Glück, eine wunderbare Reisegruppe in eine der lebenswertesten Städte der Welt zu begleiten: Es ging für 5 Tage nach Wien. Und was soll ich sagen? - Ich bin immer noch total begeistert! Das Programm war sehr abwechslungsreich und trotzdem konnte jeder Reisende noch genügend Freizeit genießen, um zum Beispiel Museen oder die zahlreichen Kaffeehäuser zu besuchen. Sogar das Wetter war fantastisch.
Wien Prater Riesenrad
Das berühmte Riesenrad im Wiener Prater

Willkommen in Wien

Nach einer entspannten Anreise bekamen wir direkt einen ersten Eindruck von Wien: Es folgte eine Stadtrundfahrt, bei der viele beeindruckende Bauwerke und Sehenswürdigkeiten bestaunt werden konnten. Mit Blick auf den grünen Prater – der Stadtpark ist ungefähr doppelt so groß wie der Central Park in New York City –, ging es entlang des Donaukanals in die Innenstadt zur Ringstraße. Hier befinden sich wohl die meisten spektakulären Gebäude Wiens. Die Ringstraße ist knapp 5 km lang und wird von rund 3.000 Bäumen gesäumt. Unter anderem kann man hier die Urania (Sternwarte), die Staatsoper, die Hofburg, das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum, das Parlament, das Rathaus und das Burgtheater sehen. Über die Blaue und die Neue Donau fuhren wir dann zur Donauinsel und zur UNO-City bis zur alten Donau. Im Anschluss entdeckten wir das Hundertwasserhaus, Schloss Belvedere, die Karlskirche, den Musikverein, die Secession und den Naschmarkt auf dem Weg zum Hotel.

Wien Karlskirche
Die Karlskirche
Wien Hundertwasserhaus
Das bunte Hundertwasserhaus

Schloss Schönbrunn & die Wiener Philharmoniker

Am zweiten Tag ging es nach einem ausgedehnten Frühstück zum Schloss Schönbrunn. Hier haben wir draußen zuerst eine kleine Führung unternommen – auch wenn wir nicht so weit in den Garten hinein konnten, da hier am Abend ein wahres Highlight stattfand ... – doch dazu später mehr. Nun gingen wir erst einmal ins Schloss, um bei einer Führung mehr über das Gebäude und dessen ehemalige Bewohner, wie natürlich Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (besser bekannt als Sisi) zu erfahren.

Wien Garten Schloss Schönbrunn
Der zauberhafte Garten des Schlosses
Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und Erholung, denn am Abend stand ein ganz besonderes Event auf dem Plan: Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker im Schlossgarten von Schönbrunn. Es waren über 86.000 Menschen vor Ort und das Konzert wurde in fast 80 Länder weltweit im TV übertragen. Dirigiert wurde das Orchester von Gustavo Dudamel und als Solistin trat die chinesische Pianistin Yuja Wang auf. Das Konzert gilt als „ein Geschenk der Wiener Philharmoniker an die WienerInnen und die Gäste der Stadt“. Das diesjährige Programm stand unter dem Motto "Rhapsody in Blue". Neben Stücken von Leonard Bernstein und Anton Dvořák, wurden auch George Gershwin und viele weitere gespielt. Die Bühne stand direkt vor dem Schloss, welches immer wieder in wundervollen Farben angestrahlt wurde, ebenso wie die Gloriette gegenüber. Es gab viele Lautsprecher und Leinwände, sodass die Gäste von überall gut sehen und vor allem hören konnten. Ein paar Stunden vor dem Konzert hatte es ein Wärmegewitter gegeben, und direkt nach dem Konzert fing es wieder an zu blitzen und donnern, aber während des Konzerts blieb es die ganze Zeit trocken. Das war wirklich ein sagenhaftes Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst, und es wurde auch noch in den nächsten Tagen immer wieder davon gesprochen.
Wien Schloss Schönbrunn mit Konzert Wiener Philharmoniker
Schloss Schönbrunn beim Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker

Wiens unbekannte Ecken

Am nächsten Tag hatte jeder die Möglichkeit auszuschlafen, bevor wir Wien auf einem Stadtrundgang entdeckten. Da einige Gäste aber den Vormittag schon für ein eigenes Sightseeing Programm nutzen wollten, trafen wir uns am Maria-Theresia-Denkmal zwischen den Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museen. Vor dort ging es dann über die Hofburg, vorbei an der Spanischen Hofreitschule und dem Café Demel, zur Prachteinkaufstraße "Graben". Hier konnten wir unter anderem das alte Atelier von Hundertwasser in einer Art Wintergarten auf dem Dach erblicken und stellten uns vor, wie er von dort auf Wien geblickt hatte. Der nächste Stopp war am Stephansdom. Und dann, nach nur zwei kleinen Abbiegungen, befanden wir uns plötzlich in einem ganz anderen Wien. Wir entdeckten ein paar stille, idyllische und sehr unterschiedliche Hinter- und Innenhöfe, direkt neben dem Trubel der Innenstadt. Zum Abschluss ging es noch an der Oper, der Albertina (Kunstmuseum) und der Nationalbibliothek vorbei zurück zum Bus und dann zum Hotel.

Wien Hinterhof
Wunderschöner Hinterhof
Wien Stephansdom
Stephansdom
Wien Prunksaal Nationalbibliothek
Der Prunksaal in der Nationalbibliothek

Heurigen und Schrammelmusik

Am Abend fuhren wir nach Grinzing, einem Stadtteil von Wien, der vor allem für den Weinanbau und somit auch für die vielen Weinlokale – die Heurigen – bekannt ist. Deshalb gab es hier auch für unsere Gruppe einen typischen Heurigen-Abend in einem netten Lokal, wo wir gemütlich draußen unter den Bäumen sitzen konnten und während des Essens klassische Schrammelmusik erlebten. Sie fragen sich, was Schrammelmusik ist? Sie gilt als die Volksmusik Wiens, meist gespielt mit einer Gitarre, einer Geige und/oder einer Knopfharmonika. Am Ende singen nicht nur die Musiker, sondern auch die Gäste. So konnten wir einen wunderbaren lauen Sommerabend in Wien verbringen, der den Besuch dieser Stadt fantastisch abgerundet hat.

Jagdschloss Meyerling, Wiener Wald
Das Jagdschloss Meyerling bei Baden im Wiener Wald

Der Wienerwald

Am vorletzten Tag machten wir uns auf den Weg in den Wienerwald, zum Zisterzienserstift Heiligenkreuz, in dem man einen mittelalterlichen Kreuzgang mit der Grabstätte des letzten Babenbergers bewundern kann. Anschließend fuhren wir mit musikalischer Begleitung durch das Lied „Ein kleines Wegerl im Helenental“, gesungen von Peter Alexander, durch das Helenental zum ehemaligen Jagdschloss Mayerling. Hier befindet sich heute eine Gedächtniskapelle an der Stelle, an der Kronprinz Rudolf (Sohn von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph) zusammen mit der Baronesse Mary Vetsera einen tragischen Tod fand, um den sich noch heute zahlreiche Mythen ranken. Den Abschluss bildete dann eine Reise in die kleine, gemütliche Römer- und Thermalstadt Baden, deren Besuch sich durchaus lohnt. Nicht nur, weil das Casino größer ist als das von Monte Carlo, sondern auch für den Kurpark und die Fußgängerzone, die man bei einem kleinen Besuch gut erlaufen und genießen kann. Und wenn etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, kann man auch noch in eines der Thermalbäder gehen.

Zisterzienserstift Heiligenkreuz, Wiener Wald
Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wiener Wald

Eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit

Bevor es dann am letzten Tag zum Flughafen ging, um wieder in die Heimat zu fliegen, stand noch mal ein besonderer Besuch auf dem Programm. Die Wiener haben bekanntlich eine ganz besondere Beziehung zum Tod und so unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang auf dem Wiener Zentralfriedhof, der mit ca. 2,5 km² der zweitgrößte Friedhof Europas ist. Doch was macht den Friedhof so sehenswert? Einerseits findet man hier eine Parklandschaft mit einer Vielzahl an Flora und Fauna, die sich als Ruheoase anbietet. Doch andererseits sind es sicherlich die vielen Ehrengräber berühmter Musiker, Schauspieler oder Politiker, die die Besucher auf den Friedhof locken. So haben wir neben den Ehrengräbern von Ludwig van Beethoven, Johann Strauß und Franz von Suppé auch das Grab für Wolfgang Amadeus Mozart gesehen. Auch wenn man bei vielen der berühmten Komponisten bis heute nicht weiß, wo genau sie begraben wurden, bekamen sie ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof. Warum? Als man den Zentralfriedhof plante, überlegte man sich, diesen für die Bevölkerung attraktiver zu gestalten, indem man Ehrengräber errichtete und unter anderem diese berühmten Musiker dorthin umgelegt wurden. Noch heute werden viele berühmte Persönlichkeiten dort begraben, wie zum Beispiel Udo Jürgens und viele Stadträte haben sich dort wahre Prachtbauten erbauen lassen. Auch die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus ist einen Besuch wert, nicht nur aufgrund der 58,5 m hohen Zentralkuppel.

Wien, Zentralfriedhof, Ehrengrab, Udo Jürgens
Das Ehrengrab von Udo Jürgens auf dem Wiener Zentralfriedhof

Nach diesem ganz besonderen Ausflug fuhren wir dann weiter zum Flughafen und flogen zurück nach Deutschland.

Fünf sehr abwechslungsreiche Tage liegen hinter uns. Jeder für sich schön und etwas Besonderes. Ich kann einen Besuch in Wien nur empfehlen, denn diese Stadt bietet von allem und für jeden etwas.

Ich freue mich, wenn eine meiner Kolleginnen, einer meiner Kollegen oder ich Sie demnächst als Reisebegleitung auf einer unser zahlreichen Reisen begrüßen dürfen. Gemeinsam wollen wir mit Ihnen weitere spannende Reiseziele, abwechslungsreiche Städte und interessante Kulturen entdecken. Die Welt ist groß, fangen wir an.

Bis dahin,

Ihre Sarah Michel

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