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Sie sind ein Fan der deutschen Nordseeküste? Hier können Sie mehr über das meer erfahren!

10 Fakten rund um die Nordsee

Annika Fuhrmann
23.04.2020
Um traumhafte Orte zu entdecken, müssen Sie sich nicht gleich in den Flieger setzen. Einzigartige und spektakuläre Naturlandschaften finden Sie auch „vor der Haustür“. Viele Orte an der Nordsee versprechen Ihnen Erholung und besondere Erlebnisse für Groß und Klein. Ob Rad fahren entlang der schönen Küsten, durch das weite Watt wandern oder Spaziergänge längs der Deiche – hier kommt jeder auf seine Kosten! Doch was macht die Nordsee eigentlich so besonders?

#1 Wattenmeer

Die Fläche, die im Rhythmus von Ebbe und Flut überspült wird und dann wieder trocken fällt, wird als Watt bezeichnet. Das Wort „Watt“ wird von „waten“ abgeleitet und bezeichnet diese Gebiete. Die einzigartige Landschaft, die sich durch die Gezeiten entwickelt hat, wurde im Jahr 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Insgesamt umfasst das Wattenmeer der Nordseeküste mehr als 10.000 Quadratkilometer und zählt damit zu dem größten der Welt.

Wattenmeer Nordsee
Das Wattenmeer

#2 Gezeiten

Das Zusammenspiel zwischen Ebbe und Flut wird als Gezeiten bezeichnet. Wenn das Wasser von Hoch- auf Niedrigwasser fällt, nennt man es Ebbe. Flut ist im Gegensatz dazu das Steigen des Wassers von Niedrig- auf Hochwasser. Das Tidehochwasser ist der höchste Stand der Flut und das Tideniedrigwasser der niedrigste Stand der Ebbe. Den Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser bezeichnet man als Tidenhub.

Kennen Sie die Ursache?

Zwei entgegengesetzte Kräfte sind für die Gezeiten verantwortlich: Erstens die Fliehkraft der Erde. Diese stellt sicher, dass das Wasser auf die sonnenabgewandte Seite gedrückt wird. Auf der anderen Seite wirkt die Anziehungskraft des Mondes: Sie bringt das Wasser sozusagen an seine vorherige Position zurück. Aufgrund der Umlaufbahn des Mondes und der Erdrotation um die eigene Achse sind die Gezeiten jeden Tag anders. Der Gezeitenrhythmus ändert sich täglich etwa um 45 Minuten.

#3 Inseln und Halligen 

Wissen Sie, wie viele Inseln in dem deutschen Teil Nordsee liegen? Raten Sie mal!

>> Es sind 13 Inseln.

  • Die Nordfriesischen Inseln: Nordstrand (Halbinseln), Pellworm, Amrum, Föhr und Sylt
  • Die Ostfriesischen Inseln: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge
  • Helgoland

Hinzu kommen noch 10 Halligen. Die Insulaner plaudern dort tatsächlich in 13 verschiedenen Sprachen: Hochdeutsch, Plattdeutsch, Dänisch und in zehn friesischen Dialekten.

Das Einzigartige an einer Hallig ist, dass sie während der Flut fast komplett überschwemmt werden, da sie nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen. Die Bewohner haben ihre Häuser auf künstlich aufgeworfenen Hügeln aus Kleiboden errichtet, denn die halten einer Sturmflut stand.

Helgoland
Traumhafte Ausblicke auf Helgoland

#4 Kleines Meer ganz groß

Seit 350 Millionen Jahren existiert die Nordsee. Sie ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans und deshalb ein wichtiger Handelsweg zwischen Mittel- und Nordeuropa. Die tiefste Stelle der Nordsee misst 700 Meter und insgesamt ist die Nordsee 570.000 km² groß. Begrenzt wird sie im Westen von den Britischen Inseln und der Linie Dover, im Süden von den Küsten Frankreichs, Belgiens, der Niederlande und Deutschlands.  Im Osten kennzeichnet Dänemark die Grenze. Über den Skagerrak und Kattegat hat die Nordsee Kontakt zur Ostsee.

#5 Zuflüsse

Folgende Flüsse münden in der Nordsee: Humber, Themse, Schelde, Seine, Rhein, Ems, Elbe, Weser, Glomma, Drammenselva.

#6 Salzgehalt

Der Salzgehalt der Nordsee ist abhängig vom Ort und der Jahreszeit. Er schwankt in der Nähe von Flussmündungen zwischen 15 und 25 Promille und in der nördlichen Nordsee zwischen 32 und 35 Promille. Der Salzwasseraustausch der Nordsee fließt durch den Ärmelkanal und entlang der schottischen und englischen Küste vom Atlantik in die Nordsee. Die größten Süßwasserversorger sind die Flüsse, die in die Ostsee und durch den Skagerrak in die Nordsee münden.

#7 Deichbau

Ein Deich verhindert, dass das Wasser vom Meer in das dahinter liegende Land fließen kann. Auf diese Weise schützt er die Bewohner vor Hochwasser. Damit ein Deich stabil ist, steigt die Seite zum Wasser ganz sachte an und die Seite zum Land hingegen sehr steil. Ein bekanntes Fotomotiv an der Nordsee sind die Schafe, die auf den Deichen grasen – praktisch, denn hierbei trampeln sie die Erde fest.

Deich Schaf
Määäh!

#8 Tourismus

Jedes Jahr verbringen allein in Deutschland zwei Millionen Urlauber und 16 Millionen Tagesbesucher ihren Urlaub an der Nordsee. 350 km Radstrecke, 420 km ausgewiesene Nordic-Walking-Strecken oder entspannte Stunden am Strand gehören zu den Lieblingsaktivitäten der Urlauber.

Frau und Mann am Strand

#9 Wellness und Entspannung

Die Nordseeküste punktet mit den zahlreichen Gesundheitszentren und Thermen. Hier können Sie den Alltag hinter sich lassen und etwas für Ihr eigenes Wohlbefinden tun. Um das innere Gleichgewicht zu finden, helfen zum Beispiel Bäder, Massagen oder eine Sauna am Strand – Wellness hat viele Facetten! Das Reizklima und die Heilwirkung des Meeres spielen ebenfalls einen wichtigen Faktor bei dem Thema Gesundheit. Die Wirkung des Meeres wird auch Thalasso genannt („Thalassa“ – Das Meer). Wertvolle Inhaltsstoffe wie Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren sind im Meerwasser, Meersalz, Meeresalgen und Meeresschlamm enthalten.

#10 Tierwelt

Weltweit gehört die Nordsee mit zu den fischreichsten Meeresgebieten. Auch im Wattenmeer gibt es viele Tierarten, die sich exakt an das Ökosystem angepasst haben. Wussten Sie, dass jährlich 2,5 Millionen Tonnen Fisch von den Fangflotten aus der Nordsee geholt werden? Leider ist das der Grund, warum manche Arten selten werden oder sogar ausgerottet sind. Das gilt zum Beispiel für den Stör (auf Grund des Kaviars), den Nordseeschnäpel und den Sternrochen.

Außerdem finden Millionen Vögel hier Nahrung und ungestörte Brutplätze. Im Herbst stärken sich Pfuhlschnepfen, Sanderlinge und andere Watvögel für den Weiterflug nach Südeuropa und Afrika. Eine spektakuläre Show bietet der Schwarm der Alpenstrandläufer den Naturbeobachtern. Sie beeindrucken mit ihrem synchronen Flugmanöver.

Auch das größte Raubtier Deutschlands ist an der Nordsee aufzufinden – die Kegelrobbe! Sie leben vor allem im Meer und gehen nur selten an Land, denn sie bevorzugen Felsküsten und Klippen im Gegensatz zu Sandstränden.

Des Weiteren ist die Sommerferienzeit die Geburtszeit der Seehunde. Sagt Ihnen der Begriff „Heuler“ etwas? Als „Heuler“ bezeichnet man die Seehundwelpen, die ihre Mutter verloren haben. Damit ihre Mutter sie anhand der Stimme wiederfindet, „heulen“ sie. Seehundstationen nehmen die Seehundwelpen auf, falls sie vergeblich „heulen“. Gründe für die Trennung sind nicht nur Zwillingsgeburten oder Sturmfluten, sondern auch menschliche Störfaktoren. Deshalb gilt: betreten Sie Sandbänke möglichst nicht, halten Sie Abstand zu den Seehunden und fassen Sie auf gar keinen Fall ein einsames Jungtier an, denn das führt dazu, dass die Mutter ihr Junges nicht mehr am Geruch erkennt und folglich nicht annimmt.

Seehund Helgoland
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Auch ein paar unserer Mitarbeiter sind Fans der Nordsee!
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