HanseatReisen

Reisebericht von meiner Reisebegleitung

Mit Rad und Schiff in Dalmatien unterwegs

Julia Heijmink
28.05.2024
Eine Insel ist schöner als die andere! Insel-hopping mit dem von Hanseat komplett gecharterten kleinen Schiff MS Majestic an der Küste vor Split. Und dann jeweils Tages- oder Halbtagestouren mit dem Rad vor Ort.
Eine wirklich tolle Reise!

Ich war zum zweiten Mal Reisebegleitung auf dieser Reise und es war wieder sehr schön! Anfang Mai ist die perfekte Jahreszeit für diese Aktiv-Reise: es ist noch nicht zu heiß und auf den Straßen ist noch nicht zu viel Verkehr. Unsere Hanseat-Gruppe ist 30-Mann/Frau-stark, verteilt auf den 18 Kabinen der Majestic. Es gibt 8 Außenkabinen auf dem Kabinendeck (mit Bullaugen) und 10 Kabinen auf dem Hauptdeck mit zu öffnendem Fenster. Über Nacht lagen wir immer in den Häfen fest, wir hatten also ruhige Nächte ohne Motorengeräusche. Einmal hörten wir unsere feiernden Nachbarn singen (-die Schiffe liegen oft „im Päckchen“ in den kleinen Häfen), aber das passte auch zu unserer Urlaubslaune .

Dieses Mal kamen unsere Hanseat-Kunden größtenteils aus der Umgebung von Berlin und von Nürnberg, ein paar Bremer und Hamburger waren auch dabei! Ich hatte mir vorher die Jahrgänge angeguckt und war gespannt :  denn angefangen mit dem Alter von 55 Jahren waren die meisten zwischen Mitte sechzig und Mitte siebzig, ein paar sogar knapp über achtzig Jahre alt! Höhenmeter müssten ja aber zumindest für die Süddeutschen dann hoffentlich bekannt sein… Denn Dalmatien ist bergig! Es geht meist entweder bergauf – oder bergab. Ich selber bin ja in Bremen und Umzu nur plattes Land gewohnt, aber ich habe die Touren sehr genossen. Man wird ja immer mit herrlichen Aussichten belohnt!!
Die meisten unserer Gruppe hatten sich auch für ein E-bike entschieden. Dann ist es immer noch anspruchsvolles Radfahren, aber ohne dass man sich nur auf die eigene Muskelkraft verlassen muss. Zwei unserer Gruppe hatten von Anfang an nicht vor, bei den Radtouren mit zu machen, sondern haben in unserer Abwesenheit dann immer das ganze Schiff für sich alleine genossen- auch nicht schlecht: sozusagen eine Privat-Yacht ! 

Einer der „Privat-Yachtler“ hat seine noch sehr fitte Frau auf diese Reise begleiten wollen. Und die andere NICHT-Radlerin wollte nochmal in Angedenken an die vielen Segeltörns mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann in genau dieser kroatischen Insel-Gegend die Inseln von Dalmatien umcruisen. Viele Häfen wie Korcula, Vela Luka, Hvar und Stari Grad waren ihr schon wohlbekannt. 
Ein Paar hat nicht jede Tour mitgemacht, sondern nur die kürzeren Etappen. Auch das ist natürlich eine Möglichkeit! Urlaub heißt Genuss und jeder nach seiner Fasson!

Unsere Tage fingen so oder so immer relativ früh an: gegen 6 Uhr ließ der Kapitän meist den Motor anspringen und wir schipperten zum nächsten Startpunkt einer der Inseln. Ich habe vor dem Frühstück immer die Morgenstimmung mit Blick aufs Meer oben an Deck genossen.
Nach dem Frühstück lud die tüchtige Schiffs-Crew unsere Räder von Bord, damit wir die jeweilige Tour starten konnten. 

Der sehr nette kroatische Radreiseleiter Valentino hat immer die Spitze gebildet und ich war dann das Schlusslicht- auf diese Weise konnte keiner verloren gehen, oder sich gehetzt fühlen. Die E-bike-Fahrer oder eben flotteren Fahrer hatten dann zwischendurch etwas mehr Pause, denn wir haben immer wieder Stopps gemacht, sodass alle aufschließen können und die Gruppe komplett blieb.
Zum Mittagessen wartete entweder „unser Schiff“ schon am Ziel der Tour auf uns, oder wir kehrten auch zweimal unterwegs –sehr landestypisch und urig- ein, um danach die zweite Etappe des Tages zu bewältigen und erst gegen Nachmittag wieder zurück an Bord zu sein.
Die Mahlzeiten waren meist sehr gesellig, denn Sport schweißt zusammen- man hatte ja was gemeinsam geschafft !

Aber jeder Tag bietet auch Lücken für ein Päuschen von der Gruppe : Wenn nicht Rad gefahren oder gegessen wird, kann man auf dem Sonnendeck chillen, oder im jeweiligen Hafenort auf eigene Faust rumschlendern. Z.B. im tollen Städtchen Korcula hatten wir relativ viel Freizeit und dort taucht man schnell in die Gassen ein und findet süße Boutiquen etc. Oder ein Abendbummel durch den beschaulichen Hafen Pucisca war sehr schön! Ich habe auf Hvar in Kuciste auch eine kleine Bucht zum Schwimmen gefunden.
Unterwegs hat der Kapitän uns diesmal einen Schwimm-Stopp ermöglicht, das war herrlich: vom Schwimmsteg am Bug des Schiffes ins herrlich türkis-blaue Wasser, das Land zwar in Sicht, aber mitten im Meer! 
Unsere Reise endet-eine Woche später- wie sie begonnen hat-in Split. Nur das wir nach den vielen Erlebnissen in Dalmatien jetzt bereit für diese wirklich imposante Stadt sind und uns auch noch genügend Zeit bleibt (einen Nachmittag und den letzten Vormittag) Split zu erkunden, bevor wir dann vom für unsere Gruppe organisierten Bus zum Flughafen gebracht werden.
Wer in Split nicht schon genug genascht hat, kann auch am modern-gemütlichen Flughafen noch ein Sandwich bekommen, um sich für den Rückflug zu stärken.

Alles in Allem sind wir aber ja entspannt und gleichzeitig gestählt nach dieser wunderschönen Rad-Schiff-Reise!