Nach unserem Flug von Hannover nach Frankfurt haben wir am Abfluggate den Kreuzfahrtexperten Matthias Morr, der diese tolle Reise begleitet, und die restliche Reisegruppe getroffen. Im Vorfeld hatten wir uns ja bereits ausgetauscht, nun sehen wir uns auch endlich alle "live" - es kann losgehen! Die Einreise bei den kanadischen Behörden geht erstaunlich zügig, was auch damit zu tun hat, dass wir die zu erledigenden Zollerklärungen zur Einreise bereits 2 Tage vorher über die ArriveCan-App erledigt haben. Am Gepäckband treffen wir die anderen aus unserer Gruppe wieder. Beim Ausgang wartet bereits Reiseleiterin Ute. Sie begleitet uns zu unserem Hotel im Herzen von Vancouver. Nachdem wir eingecheckt und unser echt großes Zimmer im 3. Stock bezogen haben, ist es Zeit für einen ersten Spaziergang durch Vancouver.
Vancouver gefällt mir auf Anhieb. Stadt und Natur liegen hier dicht nebeneinander. Es gibt moderne Wolkenkratzer, die zwischen alten Gebäude hervorragen, viel Grün, dazu die Lage am Wasser - das hat was. Unser Weg führt zum nur 300 Meter entfernten Canada Place, wo in 3 Tagen unsere Kreuzfahrt mit der MS Koningsdam beginnt, und dann weiter auf der Seawall-Promenade immer am Wasser entlang. Wir sehen Wasserflugzeuge starten und landen, haben einen schönen Blick auf die Berge von North Vancouver gegenüber und sind gespannt, was wir auf dieser Reise noch alles zu sehen bekommen.
Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen, die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu besuchen, genauer gesagt den Berg Grouse Mountain und die Capilano Suspension Bridge. Beides liegt auf der anderen Seite der Stadt in den Bergen von North Vancouver und ist mit einem kostenlosen Busshuttle ab Canada Place erreichbar. Angekommen an der Talstation der Seilbahn lösen wir noch schnell an der Kasse die Tickets und kurze Zeit später sitzen wir schon in der Grouse Mountain Skyride, die uns hoch hinauf auf den Berg bringt. Vom Peak of Vancouver Lookout Grouse Mountain haben wir einen tollen, weiten Ausblick auf City und das grüne Umland. Dann geht's auf Entdeckungstour: Es zieht uns zum Wildtierschutzgebiet und seinen Grizzlybären. Leider zeigt sich nur einer dieser Genossen, aber auch das ist schon ein gewaltiger Anblick! Wir spazieren durch das weitläufige Gebiet etwas höher auf den Berg und fahren mit dem Sessellift wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Zurück an der Talstation der Seilbahnfinden fahren wir mit einem öffentlichen Bus zur Suspension Bridge. Nachdem wir auch hier Eintritt bezahlt haben, geht es in herrlicher Natur zum Einstieg der 137 m langen Hängebrücke, die in 70 m Höhe den Capilano River überquert. Die Brücke heben wir uns für später auf, denn unser Weg führt zunächst zum Cliffwalk. Dieser schmal eingezäunte Steg führt entlang des Capilano Canyons.
Über Treppen geht es rauf und runter, immer unterbrochen von Aussichtspunkten, auf die man einen tiefen Blick in den Canyon hat. Und manches Teilstück hat einen Glasboden, auf dem man uneingeschränkt nach unten blicken kann. Drüben auf der anderen Seite erwartet uns dann Treetop Adventures. Bis zu 30 Metern über dem Waldboden wandeln wir hier über sieben kleinere Hängebrücken durch die Baumkronen mächtiger Douglas Fichten.
Der kostenlose Shuttlebus bringt uns zurück zum Canada Place in Vancouver. Von hier ist es zu Fuß nicht weit in den Stadtteil Gastown und zur berühmten Steam Clock. Diese ist so besonders, weil sie mit Dampf betrieben wird. Alle Viertelstunde spielen ihre Pfeifen eine Melodie und Dampf wird ausgestoßen. Wir haben Glück und kommen gerade zur vollen Stunde an der Uhr vorbei, denn dann spielt sie immer eine längere Melodie und der Dampfausstoß ist noch sehenswerter. Nach dem Abendessen treffen wir uns mit dem Rest unserer Gruppe und Matthias im Lions Pub unweit unseres Hotels.
Unser Ausflug startet pünktlich und zunächst geht es mit dem Bus in den kleinen Ort Auke. Dort steigen wir um auf ein kleines Boot, und fahren in die Auke Bay. Wir sehen zwar keine Wale, aber spielende Seelöwen auf einer Boje. Zurück am Boot wartet bereits ein Bus, der uns zum Besucherzentrum am Mendenhall-Gletscher fährt.
Zunächst gehen wir auf gut beschilderten Wegen zum Fotopunkt, von dem man eine gute Sicht auf den mächtigen Mendenhall-Gletscher und dem Wasserfall Nugget Falls gleichzeitig hat. Das Eis an der Kante des Gletschers soll mindestens 150 Jahre als sein und die Gletscherzunge, die in den Mendenhall Lake mündet, ist 30 Meter hoch und ca. 2 Kilometer breit. Auf dem Nugget Falls Trail kommen wir noch ein wenig näher dran an den Wasserfall. Der Rundweg ist knapp 4 Kilometer lang und leicht zu gehen. Der Rückweg zurück zum Besucherzentrum führt uns am Ufer des Mendenhall Lakes entlang und dabei entdecken wir tatsächlich hoch oben in einem Baum ein Stachelschwein auf Futtersuche. Und all das in einer wunderschönen, einsamen Natur! Der Bus fährt uns zurück nach Juneau und gegen 21 Uhr sind wir wieder zurück an Bord der MS Koningsdam.
Am Ende des Inlets erreichen wir als nächstes den John Hopkins Gletscher. Zahlreiche Seeeotter schwimmen neben dem Schiff. Wir fahren den John Hopkins Inlet ein kurzes Stück zurück, um dann in den Tarr Inlet einzubiegen. Am Ende dieses Inlet erwartet uns einer der bekanntesten Gletscher in Alaska, der Margerie Gletscher. Er besitzt die höchsten Eiskalbungsrate, was bedeutet, dass regelmäßig Eisbrocken ins Wasser kalben. Das Erlebnis bleibt uns heute jedoch verwehrt, es bricht leider nichts von der Gletscherkante ab. Zurück in Bartlett Cove setzen die Ranger wieder in ihr Boot über und wir machen uns nun auf den Weg nach Ketchikan, unserem morgigen Ziel.
Ketchikan, zweitgrößter Kreuzfahrthafen in Alaska, empfängt uns vormittags mit Sonnenschein und warmen 14 Grad. Unser Plan für heute: zunächst im Seekajak auf dem Wasser die Natur erkunden und auf Wale und andere Tiere hoffen und danach noch den Ort erkunden.
Zunächst fahren wir mit einem kleinen Boot und Captain Dave eine knappe halbe Stunde hinaus in die Gewässer um Ketchikan. Dabei sehen wir in der Ferne immer mal wieder einen Wal auftauchen. Ganz ruhig und in einem gemütlichen Tempo paddeln wir auf ruhigem Gewässer durch Natur. Wir sehen einen Weißkopfseeadler hoch über uns in sein Nest zurückkehren und genießen die Stille. Nach einer kleinen Pause bei kleinen Leckereien werden wir wieder von unserem Captain und seinem Boot abgeholt.
Auf der Rückfahrt nach Ketchikan beobachten wir immer wieder Wale aus dem Wasser auftauchen, und zwar schon aus deutlich kürzerer Entfernung als vorhin. Plötzlich zeigt Dave auf ringförmige Luftblasen, die sich gerade einmal 20 Meter direkt vor unserem Boot befinden. Das ist ein Zeichen dafür, das hier Wale ihre Beute einkreisen und dann einfangen. Ich filme einfach weiter mit dem Handy, erst einmal passiert nichts, und dann: 4 Orcas tauchen gleichzeitig wie Geschosse auf dem Wasser auf. Zurück an Land schauen wir uns noch die "Salmon Capital of the World", wie sich Ketchikan nennt, an.
Wir erkunden die historische 300 m lange Creek Street, die auf Stelzen entlang des Ketchikan Creek gebaut wurde. Früher war die Creek Street das Rotlichtviertel der Stadt und im "Dollys House" kann man mehr dazu erfahren, denn Dolly Arthur war die berühmteste "Madame" der Stadt. Heute finden sich an der Creek Street viele Läden, wo man natürlich Lachs in Hülle und Fülle kaufen kann, sowie kleine Cafés und Ateliers. Wir erreichen dann wieder den Liegeplatz und gehen zurück an Bord. Wir genießen das Menü im Spezialitätenrestaurant "Pinnacle". Mein Filet Mignon ist auf den Punkt gebraten und auch meine gewählten Beilagen schmecken sehr gut. Auch der leckere warme Schokokuchen im Dessert ist megalecker. Das zusammen mit dem aufmerksamen und freundlichen Service der Kellner ist ein wunderschöner Ausklang dieses für uns unvergesslichen Tages!
Nach einem Tag auf See, den wir mit Shuffelboard spielen und Fitnessstudio verbracht haben, war es dann langsam Zeit, sich von der Koningsdam zu verabschieden. Die Ausschiffung ist vorbildlich nach Gruppen organisiert und man ist sogar dem Zeitplan fast 20 Minuten voraus. Die Aufrufe werden über Lautsprecher durchgesagt und man kann bis dahin auch noch die Kabine nutzen. Im Terminal nehmen wir unsere Koffer in Empfang und geben die Einreisekarte ab - das war's. Einfach zu finden ist auch die Gepäckaufbewahrung innerhalb des Terminals, die wir und einige andere aus der Gruppe vorher online gebucht hatten. Denn wir haben uns entschieden, nicht mit dem Transferbus von HAL zum Flughafen zu fahren, sondern statt dessen noch einmal durch Vancouver zu bummeln und später von der Station Waterfront mit dem Zug rechtzeitig zum Flughafen zu fahren. Das vermindert die Wartezeit am Flughafen nämlich sehr. Am Flughafen treffen wir an unserem Abflug-Gate dann Matthias und die komplette Reisegruppe wieder. Der Flug hebt pünktlich zum 10-stündigen Rückflug nach Frankfurt ab und nach einem Umstieg sind wir am späten Nachmittag dann wieder zurück in Hannover.
Es war eine tolle und erlebnisreiche Follower-Reise mit Matthias und einer netten Reisegruppe. Holland America Line ist eine gute Alternative, wenn man einmal andere Fahrtgebiete entdecken möchte und punktet u.a. durch eine sehr gute Organisation bei Ein-/Ausschiffung und Ausflügen. Eine so gute Internet-Verbindung (im Have-it-All-Paket enthalten) hatte ich noch nie auf einer Kreuzfahrt und das Schiff selber hat uns auch gut gefallen. Anfang 2026 reisen wir erneut mit Holland America Line, und dann geht es - wieder im Rahmen einer Gruppenreise - auf die etwas kleinere MS Oosterdam. Wir sind schon jetzt sehr gespannt, was es da hinsichtlich des Schiffes möglicherweise für Unterschiede gibt.
Entdecken Sie tolle zubuchbare Annehmlichkeiten in einem praktischen Paket.
Diese Traumreisen von Holland America Line eröffnen Ihnen ein völlig neues Reiseerlebnis – stilvoll, entspannt und tiefgründig.
Lernen Sie die Initiative „Port to Plate“ von Holland America Line kennen, bei der in Zusammenarbeit mit lokalen Märkten, Fischern und Bauern die besten frischen Produkte aus den jeweiligen Regionen bezieht und für die Gäste an Bord frisch zubereitet.
Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gern über einen der folgenden Kanäle: