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Geheimtipp im Orient

10 spannende Fakten über Katar

Vivienne-Sophie Philipp
16.05.2024
Einen Falken mit ins Flugzeug nehmen? Das ist bei der Ein- und Ausreise aus bzw. nach Katar mit Qatar Airways tatsächlich erlaubt! Katar ist für Wüsten, futuristische Wolkenkratzer und antike islamische Bauten bekannt. Was Falken in Flugzeugen zu suchen haben und warum Roboter Kamele reiten, erfahren Sie hier.

1. Der gelbe Lampenbär am Flughafen

Wer in Katar am Hamad International Airport ankommt oder wieder nach Hause fliegt, wird den gelben Bären nicht übersehen können. Am Flughafen steht aktuell eine gelbe Bären-Statue, der unter einer Lampe sitzt. Die 7 Meter große Skulptur ist ein Werk von Urs Fischer. Der Bär soll an die Kindheit erinnern. In der Ankunftshalle des Flughafens treffen Sie auf die Kunstinstallation einer Herde arabischer Oryx-Antilopen. In ganz Katar verteilt gibt es weitere Skulpturen von verschiedenen Künstlern. Schlendern Sie zum Beispiel zum Katara Cultural Village und bestaunen Sie Ghandi’s Three Monkeys.

2. Abbau von WM-Stadien

Im Jahr 2022 fand in Katar die Fußballweltmeisterschaft statt. Für dieses Ereignis wurden in dem Land sechs neue Stadien gebaut. Es war jedoch schon früh klar, dass Katar keine acht Stadien nach der WM mehr benötigt. Da drei Stadien bereits nach den Achteilfinalen keine weiteren Spiele beherbergten, fanden schon früh Abbauarbeiten statt.

Das Lusail Iconic Stadium

Viele Bauteile der Stadien sollten jedoch weiterverwendet werden. Sogar ganze Stadien sollten komplett ab- und in einem anderen Land wieder aufgebaut werden. Abnehmer gab es jedoch wenige und Details gibt es sogar heute noch kaum. Bei solchen Stadien besteht oft die Gefahr, dass sie zu "weißen Elefanten" werden– also Kosten, aber keinen Nutzen mit sich ziehen. Vier von acht Stadien wurden in Katar aber auch nur verkleinert und werden weiterhin in Katar genutzt. Vielleicht können einige Sportstätten aber auch bald wieder genutzt werden: 2030 sollen in Doha die Asienspiele stattfinden.

3. Alkohol- und E-Zigarettenverbot

Bei der Einreise nach Katar gibt es einiges zu beachten. So ist beispielsweise das Einführen von Alkohol und E-Zigaretten verboten. Wer dies trotzdem tut, muss mit einer Beschlagnahmung und Strafen rechnen. In vielen Hotels ist das Trinken von Alkohol möglich, wenn diese eine Genehmigung besitzen. Das öffentliche Trinken und Trunkenheit sind jedoch verboten und können bestraft werden. Normale Zigaretten dürfen eingeführt werden, jedoch dürfen sie nicht an öffentlichen Orten geraucht werden. E-Zigaretten und Vapes dürfen weder verkauft noch gekauft werden.

4. Falken im Flugzeug

Fliegen Sie mit Qatar Airways nach Katar oder zurück nach Hause, dann kann es sein, dass mit Ihnen in der Passagierkabine Falken mitfliegen. Es ist tatsächlich erlaubt, die Vögel im Flugzeug mitzuführen. In der Economy Class dürfen aktuell bis zu sechs Falken transportiert werden. Der Falke ist das Nationaltier von Katar und wird Ihnen während Ihres Urlaubs bestimmt das ein oder andere Mal über den Weg laufen bzw. fliegen.

Ein Scheich mit einem Falken in der Wüste

Katar durch die Augen eines Falken entdecken

5. Freitag ist Ruhetag

Im Gegensatz zu Deutschland ist nicht am Sonntag in Katar Ruhetag. Hier wird sonntags ganz normal gearbeitet. Bei den Kataris ist der Freitag Ruhetag. Das bedeutet, dass dann die meisten Geschäfte geschlossen haben. In Katar beginnt die Woche nämlich am Sonntag und das Wochenende verlagert sich auf den Freitag und Samstag.

6. Nationalsport Kamelrennen

Was bei uns Fußball ist, ist in Katar das Kamelrennen. Seit 1972 ist das Land Austragungsort für Kamelrennen. Auf der Kamelrennbahn Al Shahaniya finden internationale und nationale Wettkämpfe statt. Die Rennbahn befindet sich nur 30 Minuten mit dem Auto von der Hauptstadt Doha entfernt und ist ein wahrer Publikumsmagnet.
Kamele

Das Besondere bei den Kamelrennen: Die Kamele werden nicht von Menschen geritten, sondern von ferngesteuerten Robotern, die die Größe eines Kindes haben. Die Roboter können die Zügel anziehen oder über einen Lautsprecher mit den Tieren kommunizieren. Wussten Sie, dass ein Kamel bis zu 60 km/h schnell galoppieren kann? Von der Tribüne aus können Sie sich die spannenden Rennen anschauen. Und sollte mal kein Rennen stattfinden, können Sie sich die Ställe anschauen oder den Kamelen beim Training zusehen.

7. Händeschütteln und Fußsohlen zeigen

Wer sich mit Kataris unterhält, der sollte darauf achten, dem Gegenüber die Hand zu schütteln, wenn dies angeboten wird. Aber Vorsicht: Das Händeschütteln mit der Hand des anderen Geschlechts wird meist aus religiösen Gründen abgelehnt. Das bedeutet, dass Sie als Mann keiner katarischen Frau die Hand schütteln und als Frau nicht die von katarischen Männern. Nehmen Sie es jedoch nicht persönlich, denn dies wird aus Respekt nicht gemacht. Zudem sollten Sie aus Respekt als Mann keine katarischen Frauen ansprechen. Überlassen Sie dies am besten einer anderen Frau, wenn diese mit Ihnen reist.

Übrigens: Das Zeigen der Füße und Fußsohlen wird in Katar als Beleidigung gesehen. Treten Sie den Einheimischen mit Respekt entgegen und kehren Sie ihnen während des Gesprächs nicht den Rücken zu. Natürlich sollten beide Verhaltensweisen aber auch in Deutschland selbstverständlich sein.

8. Vom Wüstenstaat zum modernen Staat

Obwohl Katar nur eine geringe Bevölkerungszahl hat und im Vergleich zu anderen Ländern recht klein ist, ist der Staat eines der reichsten Länder der Welt. Das liegt vor allem am hohen Erdöl- und gasvorkommen. Schätzungsweise 60 % des Bruttoinlandprodukts stammt aus diesem Geschäft.

Skyline von Doha

9. Fahrerlose Metro

Die Metro in Doha zählt zu den schnellsten Schienennetzen der Welt. Das Besondere: Die Linien fahren fahrerlos und sind somit hochmodern. Wollen Sie mit der Metro fahren, stehen Ihnen drei Linien zur Verfügung – die rote, grüne und goldene Linie. Mit der Metro kommen Sie an viele Sehenswürdigkeiten wie die Mall of Qatar, Katara Cultural Village oder zum katarischen Nationalmuseum.

10. Eine künstliche Stadt

The Pearl ist eine künstliche Insel in der Nähe von Doha, die ca. 400 Hektar groß ist. Hier werden luxuriöse Häuser, Luxushotels, Einkaufszentren und Restaurants gebaut – alles sehr luxuriös und modern. Der Baustil soll an die Toskana erinnern. Auch für Yachten gibt es zahlreiche Anlegestellen. Doch wer sich hier eine Wohnung leisten will, muss tief in die Tasche greifen. Zielgruppe der "Pearl" sind vornehmlich wohlhabende Araber aus den Golfstaaten.

The Pearl Skyline

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